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Religion - Maria-Stern-Schwestern verlassen nach 163 Jahren das Bistum Würzburg / Abschied mit Festgottesdienst

Eine segensreiche Ära am Bistum Würzburg geht zu Ende

Von 
mh (POW)
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© Markus Hauck (POW)

Würzburg. 163 Jahre lang haben Franziskanerinnen von Maria Stern, im Volksmund liebevoll „Lieseli“ genannt, im Bistum Würzburg gewirkt. Am Samstag ist diese Ära zu Ende gegangen. Bei einem Gottesdienst in der Pfarrkirche Stift Haug wurden Schwester Pia Frey, Schwester Jolanda Scheubner und Schwester Ludwina Poth verabschiedet, die bislang im Würzburger Elisabethenheim wirkten. „Wer auf Ihr Lebenswerk schaut, der begreift, dass es auch heute möglich ist, das Ideal einer heiligen Elisabeth zu leben“, sagte Generalvikar Dr. Jürgen Vorndran. Er überreichte als Zeichen der besonderen Anerkennung Schwester Pia Frey, die von 1976 bis August 2021 das Kinderheim Elisabethenheim leitete, das vom Deutschen Caritasverband verliehene Caritaskreuz in Gold.

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An dem Gottesdienst unter strengen Coronaschutzauflagen nahmen unter anderem Vertreterinnen der Ursulinen, der Ritaschwestern, der Oberzeller Franziskanerinnen und der Erlöserschwestern teil, außerdem Familiaren des Deutschen Ordens, zahlreiche Priester und Vertreter des Caritasverbands. In seiner Predigt verwies Generalvikar Vorndran darauf, dass die drei an diesem Tag verabschiedeten Maria-Stern-Schwestern wie die heilige Elisabeth aus der Fülle Gottes schöpften. „Heute gilt Ihnen unser Dank für das glaubwürdige Zeugnis, das Sie in den vergangenen Jahrzehnten und das Ihre Ordensgemeinschaft in insgesamt 163 Jahren in unserem Bistum gegeben haben.“ Zum Kraftort ihrer Berufung hätten die drei Ordensschwestern die Kapelle des Elisabethenheims gemacht. Simon Kuttenkeuler, Geschäftsführer des Elisbethenheims, betonte, das Elisabethenheim habe 153 Jahre lang „unter einem guten Stern“ gestanden. Für die Familiaren des Deutschen Ordens dankte Vizekomtur Dr. Dr. Thomas Richter für die Gastfreundschaft, welche ihnen die Maria-Stern-Schwestern regelmäßig gewährt haben

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Provinzoberin Schwester Ludowika Lenz erinnerte daran, dass auf dem Gebiet der Diözese Würzburg die ersten Maria-Stern-Schwestern 1858 in Hammelburg ihren Dienst begannen. „Es gab weitere Gründungen, an elfter Stelle kamen 1868 Schwestern ins Elisabethenheim. Unser Dienst ist nun vollendet.“ Sie dankte allen, die mit den Schwestern zusammengearbeitet und so dafür gesorgt hätten. Stellvertretend überreichte Lenz dem Generalvikar ein Buch über die Geschichte des Ordens.

Schwester Ludwina Poth wirkte seit 2003 im Elisabethenheim. Zuvor war sie Erzieherin im Kinderdorf Marienstein und mehr als 20 Jahre Leiterin des Kindergarten in Margetshöchheim. Schwester Jolanda Scheubner war seit 1956 im Elisabethenheim tätig, zuerst als Auszubildende, ab 1964 als Ordensfrau. Sie lernte erst Weißnäherin, dann Damenschneiderin. Später qualifizierte sie sich als Heimerzieherin, Hauswirtschaftsmeisterin, Fachlehrerin für Textilarbeit, Ausbilderin, Altenpflegerin und Pflegedienstleiterin. Seit 27 Jahren leitete sie den dortigen Konvent. Schwester Pia Frey war seit 1969 im Elisabethenheim aktiv, zunächst im Kindergarten. Ab 1974 war sie als Heilpädagogin und Gruppenleiterin im Kinderheim eingesetzt, 1976 übernahm sie die Leitung des Kinderheims. mh (POW)

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