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Leserbrief - Zu „Wer berät Annalena Baerbock?“ (FN 6. Juli)

Ein schädliches Spiel

Von 
Leserbrief-Schreiber: Inga Schulzki-Seiter
Lesedauer: 

Dass aussichtsreiche Kanzlerkandidatinnen und -kandidaten solchen Vorwürfen ausgesetzt werden, wie das jetzt Frau Baerbock und Herrn Scholz geschieht, ist nicht neu.

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Ich kann mich an keinen Wahlkampf in den letzten 20 Jahren erinnern, wo es solche Kampagnen nicht gegeben hätte. Die Relevanz der erhobenen Vorwürfe ist oft zweifelhaft gewesen, zumeist sind sie nach der Wahl verschwunden. Dass es Herrn Habeck als Kanzlerkandidaten anders gegangen wäre, ist von daher unwahrscheinlich. Diese Art von „Fehlern“ können bei jedem jederzeit gefunden werden. Es muss ja nicht viel sein. Man muss es nur jeden Tag wiederholen.

Frau Martus bringt es in ihrem Artikel vom 6. Juli auf den Punkt: Es geht im Wesentlichen darum, ob jemand in einer solchen Situation die Nerven verliert oder behält. Ein dummes und schädliches Spiel, wenn man daran denkt, wie bedeutend die Themen sind, die zur Verhandlung stehen.

Olaf Scholz’ Vorschläge zur Einkommensteuerreform werden in einer so geführten Diskussion zum Beispiel nicht auf ihre Tauglichkeit überprüft, die Lücke zwischen Arm und Reich zu verkleinern. Sie werden nicht abgeglichen mit alternativen Vorschlägen zu dem Problem. Sie werden präsentiert im Kontext eines angeblichen Fehlverhaltens des Kanzlerkandidaten und in spöttischen Ton als „typisch sozialdemokratisch“ eingeordnet. So, als ob damit schon alles zu ihrer Relevanz gesagt wäre.

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Auch erführe ich gern mehr über die in Baerbocks Buch vertretenen Positionen als darüber, von wem sie abgeschrieben sind. Hoffentlich doch von jemand Gescheitem – wie zum Beispiel Joschka Fischer.

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