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In Heidingsfeld

Eigenes Touristenleitsystem

Von 
pm
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Heidingsfeld. Der Würzburger Stadtteil Heidingsfeld hat eine reiche Geschichte. Der eigenständige Charakter der einstigen Stadt (von 1367 bis 1930), die von einer historischen und denkmalgeschützten Stadtmauer umgeben ist, hat sich bis heute erhalten. Die wichtigsten Stationen der begleitet nun ein Touristenleitsystem rund durch den Ortskern des „Städtles“ an 25 Standorten, künftig bieten Vereine zudem Führungen an. 1367 erhielt Heidingsfeld das Stadtrecht, 1565 ließen sich dort aus Würzburg vertriebene Juden nieder und die Stadt wurde zu einem wichtigen religiösen Zentrum der jüdischen Gemeinde und war sogar im frühen 18. Jahrhundert Sitz des Oberrabbiners von Unterfranken.

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Im frühen 19. Jahrhundert hatte Heidingsfeld die zweitgrößte jüdische Gemeinde im damaligen Königreich Bayern. Symbolträchtig und identitätsstiftend für die Hätzfelder aber ist die Sage vom Giemaul, der bei der Belagerung im 30-jährigen Krieg den Truppen von Gustav II. Adolf für Geld einen geheimen Eingang in die Stadt gezeigt haben soll. Gestalterisch angelehnt an die Symbolfigur Heidingsfelds greifen die Stelen und Wandbilder des Touristenleitsystems die Giemaulsage auf. Die Idee war, dass die Symbolfigur persönlich den Touristen die Heidingsfelder Geschichte nahebringt. Das Lenleitsystem ist eine Maßnahme aus dem Bund-Länder-Städtebauförderprogramm „Aktive Stadt und Ortsteilzentren“ und wurde von der Regierung von Unterfranken bezuschusst. 18 Wandschilder, sechs Stelen und die dazu gehörende Gedenkstätte am Dürrenberg, die bereits im Jahr 2018 eingeweiht wurde, sind die Bestandteile des Leitsystems. pm

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