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Leserbrief - „VW hält am Verbrenner fest“ (FN 17. März)

E-Autos noch nicht völlig klimaneutral

Von 
Werner Spec
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Für Baden-Württemberg hat die Zukunft CO2-freier Fahrzeuge größte Bedeutung. Im Artikel findet sich die Strategie für E-Autos von VW wieder, aber noch kein Abschied vom Verbrennungsmotor. Zitierte Umweltverbände üben Kritik, denn sie sehen letztere als Klimakiller. Dies ist nur zum Teil berechtigt, solange fossiler Sprit eingesetzt wird. Eine Schwarz-Weiß-Betrachtung wird dem Klimaschutz aber nicht gerecht. Solange Strom von E-Fahrzeugen zum Teil aus Kohle und Erdgas erzeugt wird, ist ein E-Auto nicht völlig CO2-neutral. Auch die Rohstoffgewinnung für Batterien wirft teilweise ökologische und soziale Probleme auf.

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Die Elektromobilität wird für den Klimaschutz gebraucht, aber nur mit dieser Technologie werden die wichtigen Klimaziele nicht erreicht werden. Technologieoffene Lösungen, auch mit CO-2-freiem Wasserstoff und synthetischem Sprit (Re-Fuels), sind deshalb unverzichtbar. Windkraft und Photovoltaik müssen für die Energiewende weiter ausgebaut werden. Damit können Batterien gespeist, aber auch aus Wasser CO2-freier Wasserstoff gewonnen werden, CO2-neutrales Gas und Sprit. Beispielsweise für den schrittweisen Ersatz von Erdgas, aber auch für die zunehmende Beimischung in Otto- und Dieselkraftstoffe bis hin zu ihrer völligen Klimaneutralität. Mit Blick auf die große Flotte bestehender Verbrennungsfahrzeuge und drohende Engpässe bei Batterien ist dies für wirksamen Klimaschutz unverzichtbar.

Es bedarf differenzierender und ideologiefreier Diskussionen, dann schaffen wir den Klimaschutz, ohne unnötig Arbeitsplätze und sozialen Frieden zu gefährden.

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