Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim - Anfragen und Anzeigen nach Kurzarbeitergeld sind in kürzester Zeit in die Höhe geschnellt Corona verändert Arbeitsmarkt massiv

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pm
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Odenwald-Tauber. „Wir alle erleben derzeit eine Entwicklung, die so noch nicht da war und uns alle vor ganz neue Herausforderungen stellt. Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus hat unser aller Leben auf den Kopf gestellt. Dies hat Auswirkungen auf unser Leben und unseren Alltag. Auch der Arbeitsmarkt hat sich komplett verändert“, so Karin Käppel, Leiterin der Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim.

Auszahlung von Kurzarbeiter- und Arbeitslosengeld haben in der Corona-Krise oberste Priorität. Dafür hat Karin Käppel, Leiterin der Arbeitsagentur, ihre Mannschaft vorübergehend nahezu komplett umorganisiert. © Agentur für Arbeit

In die Höhe geschnellt

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Die Anfragen und Anzeigen nach Kurzarbeitergeld sind in kürzester Zeit in die Höhe geschnellt. Die Corona-Krise hinterlässt quer durch sämtliche Branchen gravierende Spuren, weil durch die weltweite Pandemie einerseits Absatzmärkte weggebrochen und andererseits Lieferketten unterbrochen sind.

Durch die veränderten Bedingungen haben sich die Schwerpunkte der Arbeitsagentur verschoben. Die Auszahlung von Kurzarbeiter- und Arbeitslosengeld hat derzeit oberste Priorität. „Das Geld muss so schnell wie möglich bei den Unternehmen und Menschen ankommen“, beschreibt Karin Käppel die interne Situation.

Nicht zu prognostizieren

„Wie sich die Arbeitslosen- und Kurzarbeiterzahlen in den nächsten Monaten entwickeln werden, kann im Moment nicht genau prognostiziert werden. Aber sicher wird sich die Kurzarbeit massiv erhöhen und auch von steigenden Arbeitslosenzahlen ist auszugehen. Es hängt davon ab, wie schnell die Pandemie eingedämmt werden kann und notwendigen Maßnahmen und Kurzarbeit greifen“, so Käppel.

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Die Arbeitsmarktzahlen für März spiegeln nicht die aktuelle Situation des Arbeitsmarkts wider, da der Stichtag nicht der letzte des Monats ist. Für diesen Monat wurden die Zahlen bis einschließlich 12. März erfasst. Wenige Tage nach dem statistischen Erfassungszeitraum war nichts mehr wie es davor war und die Ausbreitung des Corona-Virus schränkte von heute auf morgen die wirtschaftlichen Aktivitäten stark ein. Bis zum Stichtag der Statistik ist die Zahl der Arbeitslosen im Agenturbezirk Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim auf 9968 gesunken. Das sind 305 Arbeitslose (minus drei Prozent) weniger als im Vormonat, 1031 mehr als im März 2019 (plus 11,5 Prozent). Die Arbeitslosenquote ist um 0,1 auf 2,9 Prozent gesunken. In Baden-Württemberg beträgt die Arbeitslosenquote 3,4 Prozent.

Im März wurden 972 neue Arbeitsstellen gemeldet, 535 weniger als im Vormonat (minus 35,5 Prozent), 823 (minus 45,8 Prozent) weniger als im März 2019. Insgesamt waren 5723 offene Stellen gemeldet, 81 mehr (plus 1,4 Prozent) als im Vormonat, 2151 (minus 27,3 Prozent) weniger als im März 2019.

Schwäbisch Hall

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Im Landkreis Schwäbisch Hall liegt die Arbeitslosenquote bei 2,8 Prozent (Vormonat 2,9 Prozent). Im März waren 3223 Menschen arbeitslos gemeldet, 116 oder 3,5 Prozent weniger als im Februar und 166 (plus 5,4 Prozent) mehr als im Vorjahresmonat. 980 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos und 1101 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit.

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Arbeitgeber haben 387 Stellen gemeldet (März 2019: 656), 269 oder 41,0 Prozent weniger als im Vormonat. Der Bestand an Stellenangeboten lag zum Stichtag bei 2250; elf Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

Hohenlohekreis

Im Hohenlohekreis liegt die Arbeitslosenquote bei 2,5 Prozent (Vormonat 2,5 Prozent). Im März waren 1675 Menschen arbeitslos gemeldet, zwölf oder 0,7 Prozent weniger als im Februar und 162 (10,7 Prozent) mehr als im Vorjahresmonat.

476 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos und 483 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber haben 109 Stellen gemeldet (März 2019: 222), zwei oder 1,9 Prozent mehr als im Vormonat. Der Bestand an Stellenangeboten insgesamt lag zum Stichtag bei 989; 21,1 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

Main-Tauber-Kreis

Im Main-Tauber-Kreis liegt die Arbeitslosenquote bei 3,1 Prozent (Vormonat 3,1 Prozent). Im März waren 2349 Menschen arbeitslos gemeldet, 44 oder 1,8 Prozent weniger als im Vormonat und 423 (22,0 Prozent) mehr als im Vorjahresmonat. 725 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos, 765 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit.

Arbeitgeber haben 345 Stellen gemeldet (März 2019: 596). Der Bestand an Stellenangeboten liegt insgesamt bei 1783; 36,0 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

Neckar-Odenwald-Kreis

Im Neckar-Odenwald-Kreis liegt die Arbeitslosigkeit bei 3,3 Prozent (Vormonat 3,5 Prozent). Im März waren 2721 Menschen arbeitslos gemeldet, 133 oder 4,7 Prozent weniger als im Vormonat, 280 (11,5 Prozent) mehr als im März 2019. 640 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos, 766 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit.

Arbeitgeber haben 131 Stellenangebote gemeldet (März 2019: 315). Der Bestand an Stellenangeboten liegt insgesamt bei 701; 46,3 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

Das Ausbildungsjahr der Berufsberatung beginnt jeweils am 1. Oktober und endet am 30. September des Folgejahres.

Freie Ausbildungsstellen

Zur Halbzeit Ende März wurden der Agentur Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim insgesamt 4821 freie Ausbildungsstellen gemeldet, das sind 1,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Von diesen Ausbildungsstellen sind 2898 noch nicht besetzt. Von den 2565 Jugendlichen, die sich für eine Ausbildung interessieren (minus sechs Prozent zum Vorjahr) sind 1378 Jugendliche noch auf der Suche. Auf einen Bewerber kommen damit rein statistisch 1,88 Ausbildungsstellen pm