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Polizei Unterfranken warnt - Falsche Voicemail-Nachricht kann Kosten im vierstelligen Bereich verursachen

Betrugsmasche: „Klicken Sie bloß nicht auf diesen Link!”

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„Verflixt, hätte ich bloß nicht auf diesen Link getippt“, werden sich Opfer der Schadsoftware denken, die mit Hilfe einer Fake-Voicemail verschickt wird. Denn ist diese einmal installiert, können Kosten im vierstelligen Bereich anfallen. © dpa

Würzburg. Gegenwärtig erstattet eine Vielzahl von Geschädigten Anzeige bei der unterfränkischen Polizei. Per SMS wird zurzeit eine falsche Voicemail-Benachrichtigung verschickt. Wer den Link darin anklickt, lädt sich eine Schadsoftware auf sein Android-Smartphone, das dann weitere SMS verschickt. Außerdem kann das Handy ausspioniert und ferngesteuert werden.

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Teilweise entstehen abhängig von dem jeweiligen Tarifvertrag Kosten im vierstelligen Bereich für das Versenden einer SMS. Die Kripo führt in diesen Fällen Ermittlungen wegen Ausspähens von Daten und Datenveränderung.

Die Betrugsmasche läuft immer nach dem gleichen Schema ab: Die Betrüger verschicken eine SMS, in der steht, dass ein Paket verschickt wurde oder eine Voicemail vorhanden ist. Sie fordern den Empfänger dazu auf, einen Link anzuklicken, wo dieser den Ablageort des Pakets erfahren soll bzw. um die Voicemail abhören zu können. Oder der Empfänger soll den Paketversand über den Link einfach nur bestätigen.

Wenn dann auf den Link geklickt wird, wird eine Schadsoftware auf das Handy der Opfer eingespielt, mit der das Smartphone ferngesteuert werden kann und eine SMS-Flutwelle ausgelöst wird.

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Die Nachricht sollte sofort gelöscht werden. Fragt das Telefon, ob eine App installiert werden soll, darf dies auf keinen Fall bestätigt werden. Die Polizei warnt in diesem Zusammenhang, auf keinen Fall auf den Link zu tippen. Gerade Android-Nutzer sollten hier aufpassen und die Möglichkeit deaktivieren, unbekannte Apps installieren zu können.

Ferner sollte über den Mobilfunk-Anbieter eine Drittanbieter-Sperre eingerichtet werden.

Wurde die App bereits installiert, sollte man sein Handy in den Flugmodus schalten, damit es keine Befehle von außen empfangen und keine SMS versenden kann. Dann sollte man seinen Mobilfunk-Betreiber anrufen und ihn über das Problem informieren.

Dabei sollte man sich erkundigen, ob bereits Kosten entstanden sind. Als nächstes sollte eine so genannte „Drittanbieter-Sperre“ eingerichtet und die nächstgelegenen Polizeidienststelle aufgesucht werden. In einem Backup sollte man dann all seine Daten, Bilder, Videos und eventuell auch Einstellungen speichern. Anschließend sollte man sein Smartphone auf die Werkseinstellungen zurücksetzen. Dadurch werden alle Apps und Daten gelöscht, die beim Kauf des Handys nicht vorhanden waren. Schließlich müssen alle Passwörter gelöscht und die Zwei-Faktor-Authentifizierung bei allen Konten aktiviert werden, die das unterstützen.

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