Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim - Der Arbeitsmarkt im März Arbeitslosigkeit sinkt auf 3,6 Prozent

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Odenwald-Tauber. Die Zahl der Arbeitslosen ist im März im Agenturbezirk im Vergleich zum Vormonat um 497 gefallen. Aktuell sind 11 535 Menschen arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote, also der Anteil der Arbeitslosen an allen zivilen Er-werbspersonen, liegt im März bei 3,6 Prozent (Minus 0,1). Die Arbeitslosenquote in Baden-Württemberg beträgt 4,0 (Minus 0,1) Prozent.

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"Der Zuwachs bei den Stellenzugängen sowie die niedrige Arbeitslosigkeit zeigen eine hohe Dynamik und einen hohen Fachkräftebedarf am Markt", erklärt Stefan Gutfreund, stellvertretender Leiter der Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim. Insgesamt waren im März 4954 offene Stellenangebote bei der Agentur für Arbeit gemeldet, das sind 516 mehr als im Vormonat und 949 mehr als im März 2014. Betriebe haben dem Arbeitgeberservice im März 1818 neue Stellen gemeldet.

Ausbildung ist für Arbeitgeber der wichtigste Weg, Fachkräfte für die Zukunft zu sichern. "Dort, wo es Betrieben schwer fällt, ihre Ausbildungsplätze zu besetzen, setzen unsere neuen Ausbildungsakquisiteure an. Sie kümmern sich intensiv um Bewerber, die sich bei der Ausbildungsstellensuche schwer tun, damit diese ohne Warteschleife eine Lehrstelle finden. Und sie unterstützen Betriebe, ihre Stellen zu besetzen", so Stefan Gutfreund. Bereits nach wenigen Wochen konnten zehn Bewerber vermittelt werden. "Das ist ein guter Auftakt und ich bin überzeugt, dass wir unser Ziel, 150 Ausbildungsplätze zusätzlich zu besetzen, erreichen werden."

Arbeitslosenquoten

Die Arbeitslosenquote im Main-Tauber-Kreis liegt bei 3,4 Prozent (Vormonat 3,7 Prozent). Im März waren 2538 Menschen arbeitslos gemeldet, 223 weniger als im Vormonat. 626 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos, 853 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber haben 485 Stellenangebote gemeldet (März 2014: 417). Der Bestand an Stellenangeboten liegt insgesamt bei 1578. Im Neckar-Odenwald-Kreis liegt die Arbeitslosigkeit bei 4,2 Prozent (Vormonat 4,2 Prozent). Es waren im März 3251 Menschen arbeitslos gemeldet, 58 weniger als im Vormonat. 774 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos, 838 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber haben 308 Stellenangebote gemeldet (März 2014: 207). Der Bestand an Stellenangeboten liegt insgesamt bei 718.

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Im Agenturbezirk Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim waren im Bereich der Grundsicherung (Rechtskreis SGB II) 5901 Arbeitslose gemeldet, 53 mehr als vor einem Jahr (Veränderung: Plus 0,9 Prozent). Zum Vergleich: im Bereich der Arbeitslosenversicherung (Rechtskreis SGB III) ist die Zahl der Arbeitslosen um 1,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat gefallen. Der Anteil der Arbeitslosen aus dem Bereich der Grundsicherung (SGB II) am gesamten Bestand beträgt 51,2 Prozent (März 2014: 50,6 Prozent).

Von den 2538 Arbeitslosen im Main-Tauber-Kreis wurden 1243 vom Jobcenter Main-Tauber betreut (Februar: 1279). Bei den Geschäftsstellen der Arbeitsagentur im Main-Tauber-Kreis waren 1295 Arbeitslose registriert (Februar: 1482). Beim Jobcenter im Neckar-Odenwald-Kreis waren zum Stichtag im März 1601 Arbeitslose registriert (Februar: 1588). Die Geschäftsstellen der Arbeitsagentur im Neckar-Odenwald-Kreis betreuten 1650 Arbeitslose (Februar: 1721).

Ausbildungsmarkt

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"Die Chancen am Ausbildungsmarkt sind für junge Menschen aktuell sehr gut. Die Kombination aus demografischen Wandel und dem gleichzeitigen Trend zu höheren Schulabschlüssen haben dafür gesorgt, dass der Ausbildungsmarkt sich zunehmend zu einem Bewerbermarkt entwickelt hat", so der stellvertretende Leiter der Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim. "Jugendliche mit einem guten Schulabschluss sollten eine betriebliche Ausbildung als gleichwertige Alternative zu einem Studium ansehen. Auch danach bieten sich vielfältige Möglichkeiten, zu einem akademischen Abschluss zu kommen, die nicht selten mit einer Wiedereinstellungszusage beim Ausbildungsbetrieb verbunden sind." Seit Oktober 2014 meldeten sich 3194 Bewerber für eine Ausbildungsstelle, das sind 5,2 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Zugleich wurden von Arbeitgebern 4540 Berufsausbildungsstellen gemeldet, das entspricht einem Plus gegenüber dem Vorjahr von 7,5 Prozent. Der statistische Berichtszeitraum für den Ausbildungsmarkt läuft in Anlehnung an den üblichen Ausbildungsbeginn vom 1. Oktober bis zum 30. September. Hier ist in den nächsten Monaten noch viel Bewegung zu erwarten. aat