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Leserbrief - Zu aktuellem Urteil des Landgerichts Berlin

„Negativzinsen schizophren“

Von 
Leserbrief-Schreiber: Gerd Hofmann
Lesedauer: 

Endlich hat das Landgericht Berlin einer Klage der Verbraucherschützer stattgegeben, das den Kreditunternehmen untersagt, für die Einlagen ihrer Kunden auf Tagesgeld oder Girokonten Negativzinsen zu berechnen.

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Auch viele Kunden in der Region erhalten derzeit Post von ihrem Geldinstitut, worin das neudeutsche Wort „Verwahrentgelt“ in Erscheinung tritt.

Manche Banken bieten auch ein Gespräch an, wohl mit dem Hintergedanken, dass der Kunde einen Großteil seines Vermögens in Aktien oder Immobilien anlegt, wobei die Banken dann ihre Provisionen einstreichen können. Ist der Kunde nicht zu einem solchen Deal bereit, wird ihm ein Freibetrag von 25 000 oder auch 50 000 Euro eingeräumt. Über alles, was darüber hinausgeht, sind künftig die Negativzinsen fällig.

Dabei hat die EZB bei Einführung des „billigen Geldes“ doch auch daran gedacht, dass die Banken die Gelder ihrer Kunden nicht verwahren, sondern verleihen. Verleihen, als zinsgünstige Kredite, zur Ankurbelung der Wirtschaft!

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Dass aber Kunden Negativzinsen für ihre Einlagen zahlen müssen, empfinden alle als schizophren. Zwar müssen die Banken auch seit Jahren 0,5 Prozent Minuszinsen an die EZB zahlen, wenn sie ihr Geld dort parken.

Allerdings haben die Banken inzwischen sehr hohe Freibeträge, so dass Experten davon sprechen, dass sie mit den Einnahmen bei ihren Kunden mehr verdienen, als sie der EZB entrichten müssen.Beispielrechnung: Kundeneinlage von 500 000 Euro, davon 50 000 Euro Freibetrag.

Somit werden aus 450 000 Euro 0,5 Prozent Verwahrentgelt berechnet, wodurch dem Kunden 2250 Euro/Jahr Minuszinsen in Rechnung gestellt werden!

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