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Leserbrief - Zu „Wir verlieren die Hälfte des Waldes“ (FN 21. April)

Komplexes Thema verlangt differenzierte Diskussion

Von 
Michael, Elke Nied
Lesedauer: 

Das Interview mit Peter Wohlleben hat uns sehr verwundert, wir sehen eine andere Realität.

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Herr Wohlleben spricht von Nadelholzplantagen und Kahlschlägen. Tatsächlich findet seit über 30 Jahren in Deutschland ein Waldumbau hin zu Mischwäldern statt.

Aufgeforstet wird nicht mit der amerikanischen Roteiche, sondern zum weitaus größten Teil mit heimischen Laub- und Nadelbäumen. Es gilt seit Jahrzehnten schon das „Dauerwaldprinzip“: Ein Wald wird nie gerodet, man achtet auf ein gesundes Gleichgewicht zwischen jungen und alten Bäumen.

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Wenn ein Kahlschlag nötig ist, dann nur zur reinen Schadensbegrenzung, z.B. wenn die Ausbreitung von Borkenkäferbefall auf angrenzende Waldbestände verhindert werden soll. Das Anpflanzen von Laubbäumen in toten Nadelwäldern, wie Herr Wohlleben empfiehlt, kann für Forstarbeiter schlichtweg lebensgefährlich werden. Zudem ist uns nicht bekannt, dass Laubbäume in toten Nadelwäldern schneller heranwachsen. Wo sich das gezeigt hat, würde uns sehr interessieren, Herr Wohlleben!

Die Klimaschutzleistung von Wäldern ist unbestritten. Ein bewirtschafteter Wald liefert Holz, welches als Baustoff oder in Holzprodukten über Jahrzehnte CO2 speichert und somit, zusätzlich zur Senkenleistung des Waldes, das Klima entlastet.

Uns muss allen klar sein, was ein Holznutzungsverzicht bedeuten würde: Das Holz würde aus anderen Ländern importiert.

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Alternativ würden für Baustoffe, Möbel etc. andere Materialien verwendet, die in ihrer Herstellung wesentlich energieintensiver sind und deutlich mehr CO2-Emissionen verursachen.

Ein komplexes Thema verlangt eine differenzierte Diskussion.

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