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Leserbrief - Zum „Es liegt nur an der Förderung“ (FN 15. September) Ist es nur die Förderung?

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Unsere Automobilfirmen haben erkannt, dass sie mit China (BYD) und den USA (Tesla) mithalten müssen, ansonsten gehen sie unter. Menschenrechtsverletzungen müssen wir überall bekämpfen, nicht nur bei der Kobaltgewinnung, das bestreitet doch niemand.

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Es gibt sie auch bei den fossilen Energien: zum Beispiel die Ermordung des Journalisten Jamal Khashoggi von Auftragsmördern aus Saudi-Arabien oder die Inhaftierung von Alexei Nawalny durch Putins Russland. Von beiden Ländern beziehen wir Erdöl und Gas und machen uns mitschuldig. Ein Münchner E-Auto Hersteller verwendet demnächst eine Lithium-Eisen-Phosphat Batterie, die ohne Kobalt, Nickel und Mangan auskommt. Hersteller ist ein schwäbischer Autozulieferer.

So muss es laufen, Grünen-Bashing bringt hier gar nichts. Mehr Materialforschung und besseres Recycling machen uns unabhängiger von den Rohstoffen.

Wasserstoff oder auch die E-Fuels, die hier vor kurzem angepriesen wurden, haben ihre Berechtigung für gewisse Industriebereiche (Zement-, Stahlindustrie, Energiespeicher, Flugzeuge und Eisenbahnzüge). Sie eignen sich aber nicht für das Massenprodukt Automobil. Ihre Herstellung verbraucht zu viel Energie. Das Stromnetz für die E-Autos gibt es, die Infrastruktur für Wasserstoff und E-Fuels nicht.

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Grünen Strom benötigen wir für die Wärmewende und Digitalisierung und das wird schwer genug. Die meisten Autohersteller planen den Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor zwischen 2025 und 2035. Lieber Leserbriefschreiber Theodor Betz: Wollen wir wetten, dass der Verbrenner bis 2030 ausläuft!

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