Leserbrief - Zu "Die AfD und ihre Sprache" (FN 1. Februar 2017) "Einseitig, primitiv und naiv"

Von 
Hubert Segeritz
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Die "Sprachanalyse" von Frau Kämper kann ich nur als einseitig, primitiv und naiv werten: Sich über mehrere Spalten über ein mehrdeutiges "wieder" und die Verwendung des "Deutschen" auszulassen, zeigt die Wirklichkeitsferne des Beitrags. Eine Analyse, die sich ausschließlich mit Argumenten für eine bereits offensichtlich vorgefertigte Meinung befasst, ist zudem wissenschaftlich sehr fragwürdig. Vielleicht sollte die SPD-Gemeinderätin auch einmal Polizisten vor Ort zur "Durchsetzung des Rechts" und "rechtsfreien Räumen" befragen, ehe sie sich in ihrem sprachgeschichtlichen Elfenbeinturm über die "Camouflage-Strategie der AfD" auslässt.

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Von Ausländern konnte ich mehrfach hören, dass wir Deutschen als eines der wenigen Völker dieser Welt offen mit dem unrühmlichen Teil unserer Geschichte umgehen. In jedem Land, das ich bisher kennenlernen durfte, ist es selbstverständlich, die eigene kulturelle Identität selbstbewusst zu leben und zu verteidigen. Bei uns wird dies wie im Beitrag von Frau Kämper als "rassistisch-nationalistisch" abgelehnt.