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Beschäftigung

Arbeitsmarkt kommt ins Schwitzen

Zahl der Menschen ohne Job überschreitet im Juli die 10 000er-Marke. Viele Ausbildungsstellen sind noch frei

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Die Arbeitslosigkeit im Bereich der Agentur Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim ist im Juli gestiegen. © Sabine Holroyd

Odenwald-Tauber. Im Juli ist die Zahl der Arbeitslosen im Agenturbezirk Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim auf 10 376 gestiegen. Das sind 417 Arbeitslose (4,2 Prozent) mehr als im Juni und 388 (3,6 Prozent) weniger als im Juli 2021. Die Arbeitslosenquote ist um 0,1 auf 3 Prozent gestiegen. In Baden-Württemberg liegt die Arbeitslosenquote bei 3,6 Prozent (Juni: 3,5 Prozent).

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„Anstieg nicht ungewöhnlich“

„Ein Anstieg der Arbeitslosigkeit im Juli ist nicht ungewöhnlich. Schulen und Ausbildungen enden ,und für viele junge Leute geht es beruflich erst nach den Ferien weiter“, erklärt Elisabeth Giesen, Leiterin der Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim.

Der Anstieg der Arbeitslosigkeit bei den unter 20-Jährigen von über 23 Prozent belegt diese Aussage.

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sk
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Etwas mehr als die Hälfte aller Arbeitslosen ist bei den Jobcentern gemeldet.

„Diese neue Entwicklung hat mit dem Wechsel der Zuständigkeit für die Geflüchteten aus der Ukraine zu tun. Seit Juni werden sie von den Jobcentern betreut.“

Im Juli wurden 1213 neue Arbeitsstellen gemeldet. Das sind 48 (4,1 Prozent) mehr als im Juni und 424 (25,9 Prozent) weniger als im Juli 2021. Insgesamt waren 8539 Stellen gemeldet, 116 (1,4 Prozent) mehr als im Juni und 2099 (32,6 Prozent) mehr als im Juli 2021.

Main-Tauber-Kreis: Im Main-Tauber-Kreis liegt die Arbeitslosenquote bei 2,8 Prozent (Juni: 2,7 Prozent). Im Juli waren 2150 Menschen arbeitslos gemeldet, 77 (3,7 Prozent) mehr als im Juni und 179 (7,7 Prozent) weniger als im Juli 2021. 643 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos, 567 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit.

Arbeitgeber haben 352 Stellen gemeldet, 50 (12,4 Prozent) weniger als im Juni und 31,3 Prozent weniger als im Juli 2021.

Der Bestand an Stellenangeboten lag zum Stichtag bei 2830; 40 Prozent mehr als im Juli 2021.

Neckar-Odenwald-Kreis: Im Neckar-Odenwald-Kreis liegt die Arbeitslosenquote wie schon im Juni bei 3,4 Prozent.

Im Juli waren 2737 Menschen arbeitslos gemeldet, 2 (0,1 Prozent) mehr als im Juni und 95 (3,4 Prozent) weniger als im Juli 2021. 689 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos, 685 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber haben 175 Stellenangebote gemeldet, 46 (20,8 Prozent) weniger als im Juni und 28,3 Prozent weniger als im Juli 2021. Der Bestand an Stellenangeboten lag insgesamt bei 1269; 18,6 Prozent mehr als im Juli 2021. Im Agenturbezirk Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim waren im Bereich der Grundsicherung (Rechtskreis SGB II) 5235 Arbeitslose gemeldet, im Bereich der Arbeitslosenversicherung (Rechtskreis SGB III) 5141. Der Anteil der Arbeitslosen aus dem Bereich der Grundsicherung (SGB II) am gesamten Bestand betrug 50,5 Prozent. Von den 2150 Arbeitslosen im Main-Tauber-Kreis wurden 1010 vom Jobcenter Main-Tauber betreut (927 waren es im Juli 2021). Die Geschäftsstellen der Arbeitsagentur im Main-Tauber-Kreis betreuten 1140 Arbeitslose (1402 im Juli 2021). Von den 2737 Arbeitslosen im Neckar-Odenwald-Kreis wurden 1406 vom Jobcenter Neckar-Odenwald betreut (1351 waren es im Juli 2021). Die Geschäftsstellen der Arbeitsagentur im Neckar-Odenwald-Kreis betreuten 1331 Arbeitslose (1481 im Juli 2021). „Es gibt noch viele Ausbildungsangebote für dieses Jahr. Auf einen jungen Menschen, der noch auf der Suche ist, kommen fast vier freie Ausbildungsstellen. Für viele überraschend ist das breite Spektrum an Angeboten. Quer durch alle Berufsfelder sind Angebote kleinerer und größerer Firmen mit dabei. Unsere Berufsberatung ist für Interessierte der richtige Ansprechpartner“, erklärt Elisabeth Giesen. „Außerdem laufen die Praktikumswochen Baden-Württemberg noch in den kompletten Sommerferien weiter. Schüler können an fünf Tagen fünf Berufe bei fünf Arbeitgebern erkunden.“ Anmeldungen sind auf der Seite www.praktikumswoche-bw.de möglich. Seit Beginn des Berufsberatungsjahres haben Arbeitgeber 5280 Berufsausbildungsstellen gemeldet, 4,6 Prozent mehr als vor einem Jahr. Im gleichen Zeitraum haben sich 2416 Bewerber gemeldet, acht Prozent weniger als vor einem Jahr.

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