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Beschäftigung - Fachkräftemangel ein großes Risiko für die Region / Anteil der Langzeitarbeitslosen wächst

Arbeitslosigkeit steigt leicht an

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Odenwald-Tauber. Im Dezember ist die Zahl der Arbeitslosen im Agenturbezirk Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim leicht auf 9644 angestiegen. Das sind 103 Arbeitslose (1,1 Prozent) mehr als im Vormonat, aber 2226 (18,8 Prozent) weniger als im Dezember 2020. Die Arbeitslosenquote lag wie im Vormonat bei 2,8 Prozent. In Baden-Württemberg lag die Arbeitslosenquote bei 3,4 Prozent.

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„Der leichte Anstieg der Arbeitslosigkeit ist für einen Dezember üblich“, kommentiert Stefan Schubert, Operativer Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim, die aktuellen Statistikzahlen. „Unsere Arbeitslosenquote hat mit 2,8 Prozent fast das Niveau vor der Krise erreicht.“ Im Dezember 2019 lag die Arbeitslosenquote bei 2,7 Prozent.

„Trotzdem hat die Pandemie Spuren auf dem Arbeitsmarkt hinterlassen. So ist der Anteil der Langzeitarbeitslosen deutlich von knapp 24 Prozent vor zwei Jahren auf über 33 Prozent angestiegen. Diese Personengruppe profitiert im Moment noch nicht von der großen Arbeitskräftenachfrage.“

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Im Dezember wurden 1142 neue Arbeitsstellen gemeldet, 248 (17,8 Prozent) weniger als im Vormonat, aber 270 (31 Prozent) mehr als vor einem Jahr. Insgesamt lag der Stellenbestand bei 7246, das entspricht fast dem Bestand vom November (7262) und ist ein deutliches Plus von 52 Prozent im Vergleich zum letzten Dezember. Dazu Stefan Schubert: „Dreiviertel aller Stellen sind für Fachkräfte und Spezialisten ausgeschrieben. Der Fachkräftemangel stellt für die Region ein großes Risiko dar. Wir müssen alle potenziellen Arbeitskräfte im Inland gewinnen und brauchen zusätzlich Fachkräfte aus dem Ausland. Entsprechend intensivieren wir unser Beratungsangebot zu den Themen berufliche Qualifizierung und Fachkräfteeinwanderung und arbeiten dabei eng mit weiteren Akteuren zusammen. Auch die Unternehmen sind gefordert, bei der Stellenbesetzung neue Wege zu gehen. Und wir sind auf Input von ihnen angewiesen, weil sie wissen, welche Qualifikationen gebraucht werden.“

Die Lage im Main-Tauber-Kreis

Im Main-Tauber-Kreis lag die Arbeitslosenquote wie im November bei 2,6 Prozent. Im Dezember waren 2047 Menschen arbeitslos gemeldet, 58 (2,9 Prozent) mehr als im Vormonat und 578 (22 Prozent) weniger als im Vorjahresmonat.

570 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos, 522 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit.

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Arbeitgeber haben 431 Stellen gemeldet (Dezember 2020: 351), 107 (19,9 Prozent) weniger als im Vormonat. Der Bestand an Stellenangeboten lag insgesamt bei 2386; 59 Prozent mehr als im Dezember 2020.

Neckar-Odenwald-Kreis

Im Neckar-Odenwald-Kreis lag die Arbeitslosenquote bei 3,1 Prozent (Vormonat drei Prozent). Im Dezember waren 2524 Menschen arbeitslos gemeldet, 57 (2,3 Prozent) mehr als im Vormonat, 506 (16,7 Prozent) weniger als im Vorjahresmonat.

617 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos, 558 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber haben 245 Stellenangebote gemeldet (Dezember 2020: 107), 34 ( 16,1 Prozent) mehr als im Vormonat. Der Bestand an Stellenangeboten lag insgesamt bei 1166; 102,1 Prozent mehr als im Dezember 2020.

Im Agenturbezirk Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim waren im Bereich der Grundsicherung (Rechtskreis SGB II) 4387 Arbeitslose gemeldet, im Bereich der Arbeitslosenversicherung (Rechtskreis SGB III) 5257. Der Anteil der Arbeitslosen aus dem Bereich der Grundsicherung (SGB II) am gesamten Bestand lag bei 45,5 Prozent.

Von den 2047 Arbeitslosen im Main-Tauber-Kreis wurden 817 vom Jobcenter Main-Tauber betreut (Dezember 2020: 927). Die Geschäftsstellen der Arbeitsagentur im Main-Tauber-Kreis betreuten 1230 Arbeitslose (Dezember 2020: 1698).

Von den 2524 Arbeitslosen im Neckar-Odenwald-Kreis wurden 1191 vom Jobcenter Neckar-Odenwald betreut (Dezember 2020: 1163). Die Geschäftsstellen der Arbeitsagentur im Neckar-Odenwald-Kreis betreuten 1333 Arbeitslose (Dezember 2020: 1867).

Kurzarbeit

Vor Beginn von Kurzarbeit müssen Betriebe eine Anzeige über den voraussichtlichen Arbeitsausfall erstatten. Nach aktuellen Daten zu geprüften Anzeigen wurde im Agenturbezirk im Dezember für 944 Personen konjunkturelle Kurzarbeit angezeigt.

Die Agentur für Arbeit weist darauf hin, dass Kurzarbeit nach einer Unterbrechung von drei oder mehr Monaten neu angezeigt werden muss.

Aktuelle Daten zur tatsächlichen Inanspruchnahme stehen bis Juni 2021 zur Verfügung. So haben nach vorläufigen hochgerechneten Daten im Juni im Bezirk der Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim 11140 Arbeitnehmer 1529 Betrieben oder Betriebsabteilungen kurzgearbeitet.

Im Main-Tauber-Kreis haben 3623 Arbeitnehmer in 407 Betrieben oder Betriebsabteilungen kurzgearbeitet. Im Neckar-Odenwald-Kreis haben 2397 Arbeitnehmer in 366 Betrieben oder Betriebsabteilungen kurzgearbeitet.

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