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 Freizeit - Im Langenburger Mawell-Resort soll eine Baumwipfel-Schwimmrinne gebaut werden Verrückte Idee wird konkret

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Zwischen den Wipfeln der Bäume soll die Schwimmrinne verlaufen. Auf dieser Fotomontage wird sie noch von Stelzen aus Stahl getragen, inzwischen sind jedoch Betonpfeiler geplant. © Büro für Gewässerökologie und Umweltberatung

Langenburg. Der Unternehmer Wolfgang Maier ist dabei, einen fantastischen Plan zu verwirklichen. Die Gäste des Mawell-Resorts sollen zwischen Baumwipfeln schwimmen können.

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Es wird ernst: Für eine Idee, die schlichtweg verrückt anmutet, hat der Langenburger Gemeinderat jetzt eine erste Weiche gestellt. Mit einem Aufstellungsbeschluss hat er die Änderung und Erweiterung des Bebauungsplans „Roseneck I und II“ eingeleitet. Der Plan soll Wolfgang Maier, dem Chef der Firma Farmbau und des Mawell-Resorts, den Bau einer Waldschwimmrinne ermöglichen, die weltweit ohne Vorbild ist.

Gleichzeitig will Maier den bestehenden Hoteltrakt erweitern und das bestehende Schwimmbad um ein Hallenbad ergänzen.

Der Plan sieht eine etwa 270 Meter lange Rinne aus Holz vor, die zunächst mit einer Breite von 6,50 Metern in dem Hallenbad beginnt und dann mit einer Breite von 2,50 Metern und einer Höhe von zwei Metern horizontal auf einer annähernd rechteckigen Strecke über dem Abhang zum Jagsttal durch die Bäume zurück zum Hallenbad führt. Das Wasser soll in eine leichte Strömung versetzt werden, durch die sich alle Badegäste in dieselbe Richtung bewegen werden.

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Getragen wird die Rinne von Betonsäulen mit einem Durchmesser von höchstens 30 Zentimetern, die grün oder oliv gestrichen werden sollen. An den am weitesten vom Hallenbad entfernten Stellen soll die Rinne in einer Höhe von 30 Metern über dem Waldboden verlaufen.

„Wir gehen sorgsam mit der Natur um“, betonte Maier. Zu den Planunterlagen, die den Stadträten vorlagen, gehört auch ein umfangreicher Umweltbericht, in dem die Auswirkungen des Projekts auf die Tier- und Pflanzenwelt untersucht werden. Der Haller Biologe Matthias Wolf macht darin eine Reihe von Vorschlägen, wie Beeinträchtigungen vermieden oder ausgeglichen werden können. Der 6600 Quadratmeter große Teil des Plangebiets, der für die Schwimmrinne vorgesehen ist, schließt unmittelbar ans Landschaftschutzgebiet Jagsttal an, dessen Grenze es an einer Stelle geringfügig überschreitet.

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Im Langenburger Gemeinderat stieß das Projekt überwiegend auf Zustimmung. Auch Fürst Philipp unterstützte den Plan, den er als „großartig“ bezeichnete. Zu bedenken gab er allerdings, dass es auf der für die Rinne vorgesehenen Waldfläche Eschen gebe, die wegen des Eschentriebsterbens zu 90 Prozent eingehen würden.