Mit dezentralem Konzept - Kunstwochenende in Schwäbisch Hall am 17. und 18. Oktober / Stadt hat Plan für Besucher erarbeitet Kreativität und Kultur trotz Krise

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stv
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Bildhauerkunst spiegelt das spannungs- und konfliktbeladene Verhältnis: Patricia Kühn-Meisenheimer bei der Arbeit an einer Skulptur. © Künstlerin

Im Corona-Jahr 2020 ist alles anders: Die für den 17. Oktober geplante Lange Kunstnacht Schwäbisch Hall kann nicht in der gewohnten Form stattfinden. Jetzt wird Kunst dezentral geboten.

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Schwäbisch Hall. Rund 40 Künstlerinnen und Künstler, Kulturschaffende, Museen und Galerien in Zusammenarbeit mit der Kulturbeauftragten der Stadt Schwäbisch Hall, Ute-Christine Berger, haben ein Kunstwochenende am 17. und 18. Oktober konzipiert. Dahinter steht ein dezentrales Konzept, bei dem alle Beteiligten als selbstständige Veranstalter mit eigenem Hygienekonzept auftreten.

Viele möchten nach der langen Zeit, in der die Kultur weitgehend lahmgelegt war, ein Zeichen dafür setzen, dass die Kreativität der Haller Kulturszene ungebrochen ist. Kulturmacherinnen und -macher und Kulturpublikum sollen sich – natürlich unter Einhaltung aller Hygiene- und Abstandsregeln – begegnen können.

Ausstellungen und Performance

„Wer, wenn nicht wir, kann kreative Lösungen in dieser Zeit anbieten?“, sagt Gudrun Hölzer vom Atelierhaus Hirtenscheuer. Und die Haller Komponistin Susanne Zargar Swiridoff betont: „In zwei Jahren, bei der nächsten Kunstnacht, werden wir zurückblicken und uns freuen, dass wir auch in dieser Krisenzeit ein gemeinsames Kunstprojekt gemeistert haben.“

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Der Schwerpunkt des Kunstwochenendes liegt auf Ausstellungen und offenen Ateliers. Die Öffnungszeiten der einzelnen Veranstaltungsorte an dem Wochenende variieren. Die Orte selbst sind weiträumig in der Stadt verteilt und beziehen auch Anlaufstellen über die Innenstadt hinaus ein. Zahlreiche Führungen und Gespräche vermitteln tiefere Einblicke.

Viele Ausstellungen haben am Samstagabend bis 20 Uhr oder länger geöffnet. Musikalische Beiträge, Tanz und Performances ergänzen das Angebot dort, wo es unter Corona-Bedingungen möglich ist.

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Der Charakter des Kunstwochenendes wird ganz anders sein als der der Kunstnacht. Wie genau, das wird sich zeigen. Doch die Beteiligten sehen es als Chance, Kunst trotz widriger Umstände möglich zu machen.

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Beteiligte Museen und Galerien: Hohenloher Freilandmuseum, Hällisch-Fränkisches Museum, Kunsthalle Würth, Johanniterkirche, Kunstverein Schwäbisch Hall, Galerie Cyprian Brenner, Feuerwehrmuseum, Emil-Schmidt-Haus, Dieter Franck Haus.

Offene Ateliers und Projekträume: Michael Turzer, Ilka Nowicki, Atelierhaus Hirtenscheuer (Gudrun Hölzer, Ellen Oyan, Silvia Ofori, Ulrike Gysin, Andrea Reksans), Patricia Kühn-Meisenheimer, Veronika Solzin (Gast: Johannes Böhnlein), Ateliergemeinschaft Westheim im Sibilla-Egen-Haus (Hedwig Maier, Christa Schmid-Ehrlinger, Jale Vural-Schmidt, Stefanie Ehrenfried, Johannes Seibt), Waltraud Gunter; Werner Seidl, Wanda-Ronja Kaufhold, Peter Bachmann (Atelier U-Limpurg), Ramona Lehmann, Projektraum Kai Salzer und Janoch Sinn, Säumarktturm T. Volquartsen, Monika Sigloch in der Galerie im Bürgeramt.

Kirchen: St. Michael (Musikprojekt Klangstaub), St. Katharina (Projekt Künstlergruppe Tausendgrün), Urbanskirche (Konzert), Christuskirche (Kalligrafie).

Weitere Kultureinrichtungen: Freilichtspiele im Neuen Globe, Hohenloher Kunstverein in der Haalhalle, Haller Akademie der Künste, Club Alpha mit Graffitiprojekt, Volkshochschule im Haus der Bildung sowie Impulsbar und Tanzprojekt im Außenbereich, Städtische Musikschule im Haus der Bildung, Gerhards Marionetten und Kino im Schafstall zu Gast im HFM, Goethe-Institut, Stadtbibliothek, Theaterkeller (Raumwunder), Architektenhaus (Projekt Viva!Karree). Kunstspaziergänge gibt es mit Petra Brüning zu Skulpturen im öffentlichen Raum.

Eine zentrale Eröffnungsveranstaltung gibt es nicht, sondern einige lockere Eröffnungen. Oberbürgermeister Hermann-Josef Pelgrim wird beim Hohenloher Kunstverein begrüßen, erster Bürgermeister Peter Klink im Bürgeramt. stv