Ventilatoren- und Motorenhersteller - Höchste Prioritätsstufe für Fertigung und Auslieferung von medizintechnischen Komponenten Konzern antwortet auf steigende Nachfrage im Medizinsektor

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Ebm-papst erhöht die Kapazitäten in der Fertigung von Komponenten für die Medizintechnik. © Philipp Reinhard

Der Konzern ebm-pabst reagiert auf die steigende Nachfrage im medizinischen Sektor. Die Fertigung wurde in diesem Bereich hochgefahren.

Über den Ventilatoren- und Motorenhersteller

Die ebm-papst-Gruppe hat ihren Hauptsitz in Mulfingen. Sie ist der weltweit führende Hersteller von Ventilatoren und Motoren.

Seit der Gründung 1963 produziert das Unternehmen über 20 000 verschiedene Produkte in der Luft- und Antriebstechnik.

Im Geschäftsjahr 2018/19 erzielte es einen Umsatz von 2,18 Milliarden Euro.

Die Gruppe beschäftigt über 15 000 Mitarbeiter an 28 Produktionsstätten (unter anderem in Deutschland, China und den USA) sowie 48 Vertriebsstandorten weltweit.

Ventilatoren und Motoren von ebm-papst sind in Branchen wie zum Beispiel in den Bereichen Lüftungs-, Klima- und Kältetechnik, Haushaltsgeräte, Heiztechnik, Automotive und Antriebstechnik zu finden. ebm

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Mulfingen. Der Verlauf der Covid-19-Pandemie führt weltweit zu stark wachsenden Bedarfen an medizinischer Ausrüstung. Gleichzeitig geraten die Lieferketten für Medizintechnik unter Druck. Es komme jetzt darauf an, Engpässe so gut wie möglich zu vermeiden, schreibt das Unternehmen ebm-papst per Pressemitteilung.

Der Hersteller für Elektromotoren und Ventilatoren stellt seit Jahren auch Komponenten für Beatmungsgeräte her. Angesichts der aktuellen Lage hat die Gruppengeschäftsführung die Fertigung und Auslieferung von medizintechnischen Komponenten an allen ebm-papst Standorten weltweit mit der höchsten Prioritätsstufe versehen. Konkret geht es um das Bedienen der Nachfrage von Komponenten für Beatmungsgeräte und Atemschutzgeräte (PAPR) sowie Analysegeräte im Laborbereich.

Motor für Beatmung

Bestandskunden, so ebm-pabst, bitten um Vorziehung der Lieferungen und fragen Erhöhungen der Stückzahlen an. Zudem erreichten viele neue Anfragen das Unternehmen – teilweise im sechsstelligen Stückzahlbereich.

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Die Anfragen hätten sich gegenüber der Zeit vor der Pandemie verfünfzehnfacht. Für die Beatmungsgeräte liefert der Hersteller verschiedene Produkte. Neben Motor, Motoransteuerung und der zugehörigen Elektronik, kommen Radialgebläse zum Einsatz.

Bislang habe die Firma die erhöhte Nachfrage bedient, indem sie ihre Kapazitäten in diesem Bereich stark erhöht hat.

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„Dank dem außerordentlichen Einsatz der Mitarbeiter und der hervorragenden Arbeit der Bereiche Vertrieb, Produktion und Einkauf, werden in engmaschiger Abstimmung Entscheidungen über den gezielten Einsatz unserer Ressourcen und Kapazitäten getroffen“, betont Jochen Schultheiß, Leitender Angestellter im Vertrieb. Ebm-papst, so das Unternehmen selbst, wird in den kommenden Monaten alles tun, um den gestiegenen Bedarf weiterhin zu decken. Trotzdem könne es Engpässe nicht vollständig ausschließen, da die zusätzlichen Anfragemengen weit über den gestiegenen aktuellen Liefermengen lägen.

„Sehen es als Verantwortung“

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Des Weiteren verteile sich die Produktion der Komponenten über verschiedene Standorte und Länder, was wiederum eine funktionierende, weltweite Lieferantenkette voraussetze.

„Wir sehen es als unsere gesellschaftliche Verantwortung der erhöhten Nachfrage im Medizintechnikbereich gerecht zu werden und tun alles in unserer Macht stehende, um die Produktionskapazitäten entsprechend anzupassen. Unsere obersten Prioritäten sind dabei, die Gesundheit unserer Mitarbeiter zu schützen, den Geschäftsbetrieb aufrechtzuerhalten und die Versorgung unserer Kunden sicherzustellen“, sagt Stefan Brandl, CEO der ebm-papst-Gruppe. ebm