Tauberrettersheim - Letzte Bürgerversammlung in der Amtszeit von Hermann Öchsner / Ausführlich Bilanz gezogen In 29 Jahren viele Maßnahmen umgesetzt

Von 
Markhard Brunecker
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In seiner 29. und gleichzeitig letzten Bürgerversammlung zog der zum 31. Januar 2019 scheidende Bürgermeister Hermann Oechsner eine positive Bilanz seiner Amtszeit in dem idyllisch gelegenen Weinort Tauberrettersheim. © Markhard Brunecker

Die Bürgerversammlung in Tauberrettersheim stand unter einem besonderen Stern: Es war die letzte des demnächst ausscheidenden Bürgermeisters Hermann Öchsner.

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Tauberrettersheim. Traditionsgemäß ist die Bürgerversammlung in der Taubertalgemeinde gut besucht und wird mit dem Läuten der Gemeindeglocke eröffnet. So fanden sich auch in diesem Jahr – zur 29. und letzten Bürgerversammlung unter Vorsitz des scheidenden Bürgermeisters Hermann Öchsner – knapp 50 Einwohner im Königinnen-Keller im Rathaus ein.

Den Start bilden immer die zahlreichen Daten über Ein- und Ausgaben. So stieg die VGem-Umlage von jährlich 153 614 Euro (2017) auf 189 878 Euro, was eine Erhöhung für die 853 Einwohner um 40 Euro gegenüber dem Vorjahr auf 218 Euro bedeutet.

Sinkende Schuldenlast

Die Umlagen insgesamt erhöhten sich von 660 964 Euro (2017) auf 731 193 Euro. Erfreulicherweise erhöhten sich aber auch die Steuereinnahmen. Diese betrugen 2017 noch 917 775 Euro und stiegen auf 985 042 Euro, Hauptposten ist hier der Einkommensteueranteil in Höhe von 295 969 Euro (2017) gegenüber 372 626 Euro.

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Auch der Schuldenrückrang fand seine Fortsetzung, diese verminderten sich von 680 244 Euro auf 620 472 Euro. Die Rücklagen betragen 412 240 Euro.

Zu den zahlreichen Investitionen 2018 zählen ein neuer Salzstreuer, ein Gemeindeauto, Geräte der Freiwilligen Feuerwehr sowie Teerung und Herrichten von Wegen und Plätzen wie den Weinbergsweg, den Weg zur Fischerhütte, den Kulturweg oder die Buswendeplatte.

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Außerdem wurde in die LED-Beleuchtung investiert und ein automatisierter externer Defibrillator für die gesamte Bevölkerung am Feuerwehrhaus angeschafft.

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In einer ausführlichen Auflistung brachte Hermann Öchsner die zahlreichen Maßnahmen in seiner knapp 29-jährigen Amtszeit – der bisher längsten eines Tauberrettersheimer Bürgermeisters – in Erinnerung. Zu den wichtigsten zählte er neben der rund 20-jährigen Dauer der Flurbereinigung mit Dorferneuerung den Neubau des Kindergartens und Bauhofs, das neue Baugebiet, die Rathaussanierung, vor allem auch den Kläranlagenneubau mit Regenüberlaufbecken und die vollständige Sanierung der Ortskanalisierung. Hierzu verlas er auch voller Stolz einen Brief vom Ministerialdirektor Dr. Hanisch, der darin die Lösungen des Bürgermeisters lobt, die der Gemeinde viel Geld ersparten. Das Finanzgebaren sei vorbildlich und lobenswert, heißt es in dem Brief unter anderem.

Aber auch die zahlreichen herausragenden Feste zählte Öchsner bei dieser Gelegenheit auf, zu denen auch die Krönung der Weinhoheiten Marion Wunderlich und Kristin Fries gehörten. In einem sehr kurzen Schlusswort wünschte er seiner anwesenden Nachfolgerin Karin Fries viel Erfolg und dass sie künftig eine schöne Gemeinde regieren könne.

Jedoch endete die Bürgerversammlung nicht so traditionsgemäß wie sie begann, denn es fehlte das Herzstück einer Bürgerversammlung: die dazugehörende Diskussion mit den bestimmt noch offenen Fragen der Bürger – und dies gerade am Ende einer Amtszeit.