Vortrag - Über NS-Belastete im Langenburger Fürstenhaus Hitler als „Geschenk Gottes“

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Crailsheim. Zum Auftakt des Frühjahr- und Sommersemesters bieten Stadtarchiv Crailsheim und Crailsheimer Historischer Verein am Mittwoch, 6. März um 19.30 Uhr zu einem ersten, interessanten Vortrag an.

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Der Journalist Ralf Garmatter beschäftigt sich mit dem Werdegang, den Aktivitäten und Verstrickungen von Fürst Ernst II. und Prinzessin Alexandra zu Hohenlohe-Langenburg vor und während der Zeit des Nationalsozialismus.

Persönliche Verbindungen

Fürst Ernst II. (1863-1950) war Anhänger des Reichspräsidenten Hindenburg und hielt noch während der NS-Zeit persönliche Verbindungen zum früheren Kaiser Wilhelm II. In Adolf Hitler habe er ein „Geschenk Gottes“ für das deutsche Volk gesehen.

Ernsts Tochter Alexandra (1901-1963) engagierte sich von der Langenburger Fürstenfamilie am stärksten in den NS-Organisationen: Von 1933 bis 1937 war sie NS-Kreisfrauenschaftsführerin im Oberamt Gerabronn, 1933 bis 1945 Leiterin der NS-Frauenschaftsgruppe Langenburg.

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In der Zeit von 1937 bis 1945 übernahm Alexandra in der nationalsozialistischen Kreisfrauenschaft das Amt der Abteilungsleiterin für Schulung und Kultur.

Buch als Basis

Grundlage des Vortrags sind zwei Artikel im Buch „Täter, Helfer, Trittbrettfahrer – NS-Belastete aus dem Norden des heutigen Baden-Württemberg“, das 2018 erschienen ist.