Langenburg - Trotz Corona soll an dem Projekt „2025“ festgehalten werden Bürger zum Mitmachen aufgerufen

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seb
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Langenburg. Langenburg soll attraktiver werden. Deshalb wurde ein Beteiligungsprozess angestoßen. Und jetzt: Corona. Man ist entschlossen, sich von der Pandemie nicht ausbremsen zu lassen.

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Die momentane Corona-Krise, schreibt Bürgermeister Wolfgang Class an die Langenburger, „hat uns alle schwer getroffen und wird uns noch lange beeinflussen“. Gleichwohl: „Davon lassen wir uns nicht entmutigen, im Gegenteil. Wir fühlen uns in unserem eingeschlagenen Weg umso mehr bestätigt. Wir sehen diese Krise auch als Chance. Gemeinsam werden wir den Blick nach vorne richten und setzen auf Ihr Engagement als Bürger, um Langenburg für alle lebenswert und zukunftsfähig zu gestalten!“

Zunächst einmal freilich ist die Krise mehr Ärgernis als Chance. Schließlich hatte es erst im Februar einen „Kick-off-Workshop“ zur strategischen Stadtentwicklung gegeben. Jetzt im April sollte eine Bürgerwerkstatt stattfinden – was sich aber nicht mit den derzeit geltenden Abstandsregeln vertragen hätte. Deshalb sollen die Langenburger nun zur Beteiligung auf Distanz ermutigt werden. Auf einer Klausurtagung im vergangenen Sommer haben die alten und die neuen Stadträte gemeinsam das Projekt „Langenburg 2025“ auf den Weg gebracht, in dessen Zuge ein umfassendes Strategiepapier erarbeitet werden soll. Gemeinderat, Stadtverwaltung, Bürger – alle sollen daran mitarbeiten, begleitet wird der Prozess von der EnBW.

Bürgermeister Class dazu: „Der Gemeinderat hat dabei erkannt, dass für eine weitere positive Entwicklung einige zentrale Stellschrauben verändert werden müssen. Insbesondere die Steigerung der Attraktivität der Innenstadt für Anwohner und Touristen gleichermaßen ist eine zentrale Herausforderung, die nur durch einen vielfältigen Maßnahmenansatz bewältigt werden kann.“

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Langenburg erhofft sich, durch den Strategieprozess vom Land als Schwerpunktgemeinde im „Entwicklungsprogramm ländlicher Raum“ anerkannt zu werden, was den Weg zu benötigtem Fördergeld ebnen würde. Auch Privatleute und Unternehmen könnten profitieren. Bei der Klausursitzung war man sich beispielsweise einig, dass man mehr Raum für Begegnungen schaffen muss, dass Tourismus eine zentrale Rolle spielen soll, aber nicht im Widerspruch zu den Bedürfnissen der Anwohner, und dass die Digitalisierung von öffentlichen und halböffentlichen Dienstleistungen ein Weg sein kann, um die Attraktivität der Kommune zu steigern.

Im Februar stieg man in die breitere Bürgerbeteiligung ein. „Unser Leitbild ist dabei eine lebenswerte Stadt für die unterschiedlichen Bewohner“, so Class. Er appelliert an die Bürger: „Die Beteiligung aller Altersgruppen ist eine wichtige Voraussetzung für eine positive Weiterentwicklung unserer Stadt inklusive aller Teilorte. Dafür setzen wir auf Ihr Mitwirken und Ihren inhaltlichen Beitrag!“

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Im Internet ist eine Plattform eingerichtet. Dort können Bürger Ideen einbringen und konstruktiv diskutieren. Der Link: http://buergerforum-langenburg.xobor.de/. seb