Regionaler Fachtag - Veranstaltung des Integrationsnetzwerks Hohenlohe-Main-Tauber fand großen Zuspruch Betreuungsintensiver als ursprünglich gedacht

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lra
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Künzelsau. Das Integrationsnetzwerk Hohenlohe-Main-Tauber (INW) veranstaltete einen regionalen Fachtag im Hohenloher Integrationszentrum in Künzelsau-Gaisbach. Knapp 80 Teilnehmer aus der Region Heilbronn-Franken informierten sich über den aktuellen Stand der Arbeitsmarktintegration von Asylbewerbern und Flüchtlingen im Hohenlohe- und Main-Tauber-Kreis.

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„Die berufliche Integration von Geflüchteten ist einer der Zentralpunkte für eine gelingende gesellschaftliche Integration“, so Ursula Mühleck, Dezernentin für Familie, Bildung und Gesundheit im Hohenlohekreis.

Dr. Christian Vogel vom Bundesinstitut für Berufsbildung gab einen Überblick über die Erkenntnisse aus der bundesweiten Berufsintegrationsarbeit. „Die Integrationsarbeit ist betreuungsintensiver und dauert länger als ursprünglich gedacht“, formuliert Vogel eine zentrale Erkenntnis, und weiter: „hauptsächlich kleinschrittige Arbeit führt zum Erfolg.“ Im Anschluss machte Dr. Silvia Keller deutlich, dass das INW ein Projekt ist, welches die kleinschrittige Arbeit koordinieren und neue Instrumente entwerfen und ausprobieren kann. Die präsentierten Zahlen zeigten, dass die Arbeit erfolgreich umgesetzt wird: Bis Ende 2017 wurden bereits 235 Teilnehmer vom INW und seinen Netzwerkpartnern in Schule, Ausbildung oder Arbeit vermittelt. Das zu erreichende Ziel beträgt für den vierjährigen Projektzeitraum (2016 bis 2019) 336 Personen.

Später informierte Andrea Roll, Teamleiterin Markt und Integration des Jobcenters Hohenlohekreis, dass hauptsächlich fehlende Kenntnisse über den deutschen Arbeitsmarkt sowie mangelnde Sprachkenntnisse eine Hürde darstellen. Allerdings gelinge die Arbeitsmarktintegration immer besser, so Roll.

Vielschichtiges Thema

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Die vielfältigen Aufgaben des INW-Teams und der Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim lernten die Fachtagsteilnehmer während einer Gesprächsrunde kennen. Fingerspitzengefühl, Beharrlichkeit, Kenntnisse über die Kompetenzen des Einzelnen sowie die Unterstützung des gesamten Netzwerks seien Erfolgsfaktoren. Dabei haben die einzelnen Mitglieder des INW-Teams auch stets die individuellen Voraussetzungen und die Berufswünsche der INW-Teilnehmer im Blick. „Der lebendige und erkenntnisreiche Fachtag ermöglichte ein besseres Verständnis der vielschichtigen Thematik der Arbeitsmarktintegration“, fasste Elisabeth Krug, Dezernentin für Jugend, Soziales und Gesundheit im Main-Tauber-Kreis, zusammen. Sie betonte, dass die Zwischenergebnisse eine gelungene Methodenauswahl des Verbunds belegten. lra