Förderprogramm „Fakt“ - Vor allem ökologischer Landbau wird unterstützt / Mehr als 700 Anträge in Hohenlohe Anreiz für nachhaltige Produktionsweise

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lra
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Bei der Fakt-Maßnahme zum Erhalt der Streuobstbestände gab esim vergangenen Jahr im Hohenlohekreis 460 Antragsteller. © Landratsamt

Hohenlohekreis. „Wir wollen regionale und umweltschonend erzeugte Lebensmittel“, so der Wunsch der Bevölkerung an die Landwirtschaft. Um dieser Forderung nachzukommen, bietet die Landesregierung das Förderprogramm für Agrarumwelt, Klimaschutz und Tierwohl (Fakt) an. Ziel ist es, den Landwirten einen finanziellen Anreiz zu schaffen, um nachhaltig und besonders umweltgerecht zu produzieren und die Kulturlandschaft zu erhalten. So gibt es beispielsweise eine Förderung für Streuobstbäume, den Ökologischen Landbau und für den Verzicht von Pflanzenschutzmittel. Weitere 37 Maßnahmen können die Landwirte nach dem Baukastenprinzip betriebsindividuell zusammenstellen.

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Im Hohenlohekreis wurden im Jahr 2018 mehr als 700 Fakt-Anträge gestellt. Somit hat jeder zweite Landwirt im Kreis an dem Programm teilgenommen. Dafür wurden 2018 insgesamt drei Millionen Euro aus dem EU-, Bundes- und Landeshaushalt bereitgestellt. Die höchste Förderung erhalten die Landwirte bei den Maßnahmen zum ökologischen Landbau. Die zweijährige Umstellungsphase von konventionellem auf ökologischen Landbau wird mit 350 Euro pro Hektar unterstützt. Dabei liegt die durchschnittliche Betriebsgröße bei 46 Hektar.

Nach Abschluss der Umstellung erhält der Landwirt noch 230 Euro pro Hektar. Im Jahr 2018 flossen durch diese Ökologisierung mehr als 600 000 Euro in den Hohenlohekreis.

Bei der Fakt-Maßnahme zum Erhalt der Streuobstbestände gab es letztes Jahr 460 Antragsteller, mehr als bei allen anderen Maßnahmen. Pro Streuobstbaum erhält der Landwirt 2,50 Euro. Dafür müssen allerdings auch einige Voraussetzungen erfüllt sein: 1,40 Meter Stammhöhe, eine ausgebildete Krone und keine synthetische Düngung des Grünlands unter dem Baumbestand. Die Streuobstwiesen prägen das Landschaftsbild rund um die Dörfer und stellen gleichzeitig Lebensräume für Pflanzen und Tiere dar.

Noch bis zum Jahr 2020

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Die Förderperiode läuft noch bis 2020. Danach steht die nächste Agrarreform an. Die Experten gehen davon aus, dass das FAKT-Programm weiterentwickelt wird und damit die Förderung für Extensivierung bestehen bleibt.

Hintergrund: 2015 wurde Fakt als Nachfolgeprogramm von Meka I-III (Marktentlastungs- und Kulturlandschaftsausgleich I-III) eingeführt. Bei dem novellierten Agrarumweltprogramm stehen die Förderung der Grünlandstandorte, des Ökolandbaus, des Gewässer- und Erosionsschutzes und das Tierwohl im Vordergrund. Die Landwirte, die Fakt beantragen, verpflichten sich die Maßnahme fünf Jahre lang durchzuführen. Die Teilnahme am Programm ist freiwillig. lra