IHK Forschungstransferpreis verliehen - 20 000 Euro für drei herausragende Gemeinschaftsprojekte Vorteile durch Kooperationen erzielen

Von 
Werner Palmert
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Den IHK-Forschungspreis 2016 in Gold bekamen die Xenios AG und die Medizinische Klinik 1 der SLK-Kliniken in Heilbronn . Den mit 10 000 Euro dotierten Preis überreichten IHK-Präsident Professor Dr. Harald Unkelbach (rechts) und Hauptgeschäftsführerin Elke Döring (links) an Professor Dr. Marcus Hennersdorf (Zweiter von links) und Ivo Simundic.

© Werner Palmert

Heilbronn. Zum fünften Mal verlieh die IHK Heilbronn-Franken den Forschungstransferpreis für Unternehmen und Wissenschaftler aus der Region. Der IHK-Forschungstransferpreis für Angewandte Forschung identifiziert herausragende Forschungsleistungen und besonders gelungene Projekte zum Thema Technologie- und Wissenstransfer. Er soll zur stärkeren Thematisierung und Nachhaltigkeit des Transferprozesses beitragen, Forscher anregen, sich weiterhin intensiv mit dem Fragestellungen der Unternehmen auseinanderzusetzen und die angewandte Forschung und den Technologietransfer in der Region verbessern.

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Mit einem Preisgeld von insgesamt 20 000 Euro wurden am Montagabend drei herausragende Forschungsprojekte sowie Leistungen zum Technologie- und Wissenstransfer zwischen Unternehmen und Wissenschaft ausgezeichnet.

"Die Auszeichnung dient vor allem dazu, Wissenschaft und Unternehmen besser zu vernetzen und Wettbewerbsvorteile durch Kooperationen, vor allem für mittlere und kleinere Unternehmen aufzuzeigen", unterstrich IHK-Präsident Professor Dr. Harald Unkelbach die Bedeutung des Preises. Der Preis solle auch in Zukunft ein Anreiz für Projektpartner zur gemeinsamen Forschungsarbeit sein.

Durch das Zusammenbringen von theoretischem Know-how und praktischer Erfahrung, entstehen oftmals wertvolle Innovationen, die dem Unternehmen den Zugang zu neuen Märkten erschließen, so er IHK-Präsident.

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Die Festrede zur feierlichen Preisverleihung hielt Dr. Johannes Glückler, Professor für Wirtschafts- und Sozialgeografie und Fellow des Marsilius Kollegs an der Universität Heidelberg. Er stimmte die Gäste mit einem Impulsvortrag zum Thema "Netzwerke, Innovation und Raum" auf die Preisverleihung ein.

Der mit 10 000 Euro dotierte Forschungstransferpreis 2016 in Gold ging an die Xenios AG und die Medizinische Klinik 1 der SLK Kliniken Heilbronn. Ausgezeichnet wurde das Kooperationsprojekt i-cor Synchronised Cardiac Assist. Ivo Simundic von der Xenios AG und Professor Dr. Marcus Hennersdorf von der Medizinischen Klink entwickelten gemeinsam das weltweit erste Kreislaufunterstützungssystem und setzten es auch erfolgreich bei der Behandlung von Herzinfarktpatienten ein.

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Das Gerät reagiert auf den menschlichen Puls und ist daher wesentlich effizienter bei der Behandlung. Mit dem System könnte in Zukunft die Mortaliät im kardiogenen Schock von derzeit über 40 Prozent deutlich reduzieret werden, wie die Laudatorin, Kirsten Hirschmann in ihrer Rede unterstrich. Zudem bietet das System die Möglichkeit, Hochrisikoeingriffe am Herzen sicherer zu machen.

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Die Vizepräsidentin der IHK und Geschäftsführende Gesellschafterin der Hirschmann Laborgeräte GmbH, gratulierte den Projektpartnern zu ihrem Erfolg und hob in ihrer Laudatio besonders den Wissenstransfer und die intensive Zusammenarbeit zwischen der Xenios AG und den SLK-Kliniken Heilbronn hervor.

Die mit je 5000 Euro dotierten IHK-Forschungstransferpreise in Silber gingen an den Sauna-Hersteller Klafs GmbH in Schwäbisch Hall und die Arnold Umformtechnik GmbH in Forchtenberg.

Die Firma Klafs entwickelte zusammen mit dem Institut für Holztechnologie in Dresden eine schrankgroße, ausfahrbare Sauna. Durch das Produkt will man dem gesellschaftlichen Wandel gerecht werden, denn dadurch kann auch in einer kleinen Etagenwohnung eine Sauna eingerichtet werden, wie Jochen K. Kübler, Vorsitzender der Bürgerinitiative "pro Region", bei der Überreichung des Preises betonte. Die Firma Arnold Umformtechnik und die Hochschule Heilbronn entwickelten gemeinsam eine Schraube, die es ermöglicht im Fließlochschraubenverfahren Prozesszeitverkürzungen von bis zu 30 Prozent zu erreichen. Fliesslochschrauben werden unter anderem in der Automobilindustrie eingesetzt.

Professor Dr. Ing. Eberhard Schlücker, Lehrstuhlinhaber an der Universität Erlangen-Nürnberg, hob in seiner Rede vor allem die Optimierung der Prozessgrenzen beim Fliesslochschrauben hervor, die mit dieser Innovation deutlich ausgeweitet wurden.