Statt 700 satte 2760 Kilogramm Lebensmittel

Kleintransporter auf der A6 total überladen

Von 
Fabian Greulich
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© dpa

Ellhofen. Nicht schlecht staunten die Beamten der Schwerverkehrskontrollgruppe der Weinsberger Verkehrspolizei am Donnerstag auf der Autobahn 6 Richtung Nürnberg bei Ellhofen, als sie einen Lkw anhielten, mit dem 2760 Kilogramm Lebensmittel befördert wurden. Interessant dabei war, dass der 3,5-Tonner lediglich eine erlaubte Zuladung von 700 Kilogramm hatte. Daher wurde das Fahrzeug zu einer Bodenwaage in Öhringen geleitet. Dort wurde dann bei einer Wiegung ein Gesamtgewicht von 5530 Kilogramm festgestellt. Dies entsprach einer Überladung des Lkw von über 57 Prozent. Die Weiterfahrt wurde daher sofort untersagt.

Die Ladung musste anschließend auf drei gleichwertige Lkw verteilt werden, so dass der Zielort in Stuttgart mit den Lebensmitteln beliefert werden konnte. Den Fahrer und auch den Unternehmer in der Pfalz erwartet nun ein hohes dreistelliges Bußgeld, da in diesem Fall von Vorsatz ausgegangen werden musste, so die Polizei.

Damit jedoch nicht genug: Bei der Auswertung der digitalen Daten des Fahrtenschreibers wurden weitere Verstöße gegen die geltenden Lenk- und Ruhezeitbestimmungen festgestellt. Teilweise entnahm der Fahrer während einer Tour seine Fahrerkarte aus dem Fahrtenschreiber und fuhr für einen gewissen Zeitraum weiter, ohne seine Fahrzeiten auf der
Fahrerkarte aufzuzeichnen. Auch der Unternehmer beachtete einige Vorschriften als Überwachungsorgan nicht. Die kontrollierenden Beamten hatten den Eindruck, dass sich weder der Fahrer noch der Unternehmer mit den entsprechenden Verpflichtungen auseinandergesetzt haben.

Redaktion FN-Chefredakteur

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