Geschwindigkeitskontrollen - Ordnungsamt legt Jahresbilanz vor / Fast 90 000 Verkehrsteilnehmer bei Tempokontrollen in der Stadt geblitzt / 275 mussten Führerschein abgeben Heilbronn zählt rund 22 000 Bußgeldbescheide mehr im Jahr 2020

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pm
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Heilbronn. Im letzten Jahr gab es in Heilbronn 22 000 Bußgeldbescheide mehr. Das geht aus einer Statistik des Ordnungsamts zu Geschwindigkeitskontrollen hervor.

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Genau 88 722 Fahrzeugführer wurden im Vorjahr bei Tempokontrollen in der Stadt Heilbronn geblitzt, 275 mussten ihren Führerschein abgeben. Das ist das Ergebnis der Jahresbilanz 2020 zu den städtischen Geschwindigkeitskontrollen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist dies eine Erhöhung um etwa 22 000 Verstöße. Entscheidend beigetragen hat zu dieser Steigerung, dass die Stadt Heilbronn seit Februar 2020 über eine weitere stationäre Geschwindigkeitsmessanlage verfügt, die die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h in der Heilbronner Südstraße überwacht, schreibt die Stadt in einer Pressemitteilung. Ebenso habe man den Mitte Juli 2019 angeschafften „Enforcement Trailer“ – ein mobiles Messgerät in Gestalt eines Anhängers – das ganze Jahr über flexibel eingesetzt werden.

„Zu schnelles Fahren und nicht angepasste Geschwindigkeit gehören nach wie vor zu den Hauptursachen schwerer Verkehrsunfälle. „Deshalb werden wir die Kontrollen konsequent im gesamten Stadtgebiet fortsetzen“, kündigt Bürgermeisterin Agnes Christner an. Besonderes Augenmerk legt das Ordnungsamt dabei auf polizeilich ausgewiesene Unfallschwerpunkte und besondere Gefahrenstellen, zum Beispiel im Bereich von Schulwegen, Kindergärten, Spielplätzen, Sportanlagen oder Seniorenheimen. Wünsche und Anregungen aus der Bevölkerung werden bei der Messstellenauswahl ebenfalls berücksichtigt.

Rund 57 Prozent der mobilen Kontrollen wurden 2020 in Tempo 30- oder verkehrsberuhigten Bereichen vorgenommen. 32 493 Fahrzeugführer wurden bei mobilen Kontrollen, 40 621 an festinstallierten Geschwindigkeitsmessgeräten, sogenannten „Blitzersäulen“ oder „Starenkästen“, und weitere 15 608 durch den Enforcement Trailer erfasst. Bei der überwiegenden Mehrheit handelt es sich um geringfügige Tempoüberschreitungen, die mit einem Verwarnungsgeld zwischen zehn und 35 Euro geahndet wurden. 275 Temposünder waren so schnell unterwegs, dass sie sich vorübergehend von ihrem Führerschein trennen mussten – 34 weniger als im Jahr 2019.

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Bei einer Überschreitung innerorts ab 31 km/h bzw. außerorts ab 41 km/h muss der Führerschein für die Dauer von ein bis drei Monaten abgegeben werden.

Außerdem wird ein Fahrverbot auch dann angeordnet, wenn die Geschwindigkeit zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres um mindestens 26 km/h überschritten wird - egal ob innerorts oder außerorts. Der höchste Verstoß des Jahres 2020 wurde auf der Oststraße geahndet. Zum Zeitpunkt der Überschreitung betrug die zulässige Höchstgeschwindigkeit 50 km/h.

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Der Fahrzeugführer raste mit einer Geschwindigkeit von 119 km/h am Messgerät vorbei. Dies entspricht einer Überschreitung von 69 km/h.

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Die betroffene Person wurde mit einer Geldbuße in Höhe von 1011,50 Euro belegt und muss für drei Monate auf ihren Führerschein verzichten. Zusätzlich werden zwei Punkte im Fahreignungsregister eingetragen. pm