Bürgerinitiative unterstützt Landesgartenschau - Gute Freunde kann man bekanntlich nie genug haben "Flying Fox" wird zu einem Highlight

Von 
Werner Palmert
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Bürger unterstützen die Landesgartenschau: Das Team des Freundeskreises und der Landesgartenschau mit Oberbürgermeister Thilo Michler (links) und dem Vorsitzenden von "pro Region", Jochen K. Kübler (Vierter von rechts).

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Öhringen. Die Vorbereitungen zur Landesgartenschau 2016 in Öhringen sind in vollem Gange. Um das Großereignis im kleinsten Landkreis Baden-Württembergs zu einem großen Erfolg werden zu lassen, lässt man nichts unversucht, und mit der Gründung eines Freundeskreises im Frühjahr 2014 wurde ein entscheidender Schritt zur Unterstützung der Großveranstaltung getan. Fast 400 Rückmeldekarten gingen bei der Geschäftsstelle zur Gründungsveranstaltung ein. In einem unverbindlichen Treffen wurde die Kernidee vorgestellt, das Motto "Miteinander mehr erreichen" fand bei den Besuchern allgemeine Zustimmung, die Interessenten waren begeistert.

Ex-OB führt den Freundeskreis

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Einen der führenden Köpfe fand die Bürgerinitiative im früheren Oberbürgermeister der Stadt, Jochen K. Kübler, der die Landesgartenschau in seiner Amtzeit ins Herz von Hohenlohe geholt hat. Er übernahm auf Wunsch von Oberbürgermeister Thilo Michler den Vorsitz im neuen Freundeskreis. Keine Frage für den Ex-OB, Landtagsabgeordneten und Vorsitzenden der Bürgerinitiative "pro Region Heilbronn-Franken", sich ganz vorne einzureihen. "Der Freundeskreis ist bei ihm und der Geschäftsführung der Landesgartenschau in besten Händen", betont dann auch der Nachfolger im Amt, Oberbürgermeister Thilo Michler.

Unverzüglich machte sich der neue Vorsitzende daran, neben der aktiven Mitgliederwerbung auch ein schlagkräftiges Führungsteam zusammenzustellen. So gelang es, den Landrat des Hohenlohekreises, Dr. Matthias Neth, Isolde Metzger, Unternehmerin aus Kupferzell, und die Kreisvorsitzende der Landfrauen, Regina Müller aus Dörzbach, für die Mitarbeit zu gewinnen.

Bauarbeiten begannen wieder

Nach einer kurzen Winterpause haben die Bauarbeiten der Landesgartenschau 2016 an mehreren Stellen wieder begonnen. Auf der Wiese Allmand herrscht reges Treiben mit Baggern und Baufahrzeugen. Derzeit wird der Einbau einer neuen Heizleitung vorbereitet. Der Bau des neuen Gräser-Spielplatzes beginnt erst in einigen Monaten, wenn die Erdarbeiten abgeschlossen sind.

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An mehreren Stellen auf der 16 Hektar großen Fläche an der Ohrn geht es bei den Ausstellungsgärten und Veranstaltungsflächen einen Schritt weiter. Rund um die zukünftige Sparkassenbühne in der nördlichen Cappelaue werden die Grundformen der Anlagen und Schaugärten modelliert, und es stehen auch schon erste Asphaltarbeiten an.

Ganz neu beginnen die Arbeiten im Bereich "Hohenloher Kulturlandschaften" im südlichen Geländeteil, auf dem sich neun Institutionen und Verbände präsentieren werden. Der Spatenstich für die Bauarbeiten für den sogenannten Landkreispavillon am Cappelrain erfolgte am 13. März durch den Oberbürgermeister und Landrat Dr. Matthias Neth.

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Die Nachnutzung als Jugendhaus ist bereits abgesprochen und somit ein wichtiges Zeichen für die nachhaltige Wirkung dieser Landesgartenschau.

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Hoch hinaus will der Freundeskreis mit seinem Projekt "Flying Fox" bei der Landesgartenschau 2016 in Öhringen. Mit "nur" 15 Metern - immerhin hoch genug - soll eine einzigartige Anlage, eine Mischung aus Hochseilgarten und Klettergerüsten der "Flying Fox", zu einem Highlight der Landesgartenschau werden.

Attraktion für die Zukunft

Bei einer Präsentation in den Räumen der Sparkasse Hohenlohekreis konnte und wollte der Vorsitzende des Freundeskreises, Jochen K. Kübler, seine Begeisterung für dieses Projekt nicht verbergen. "Mit der Verwirklichung würden wir weit über die Dauer der Landesgartenschau und weit über die Region hinaus eine Attraktion schaffen, die für Öhringen und Hohenlohe einen weiteren Anziehungspunkt darstellen wird", so sein Plädoyer vor Vertretern des Öhringer Gemeinderates und des Freundeskreises.

Auf einer Grundfläche von circa 14 mal 16 Metern soll ein Turm mit drei Ebenen und 36 unterschiedlichen Stationen entstehen, auf denen sich bis zu 50 Personen gleichzeitig betätigen können. In einer Höhe von 15 Metern wird eine "Eventplattform" mit 180 Quadratmetern den Abschluss bilden und einen "faszinierenden Aus- und Überblick" über das Gartenschaugelände bieten.

Die Grundkosten sind derzeit mit circa 360 000 Euro kalkuliert, für die in den kommenden Monaten Sponsoren und Förderer gesucht und gewonnen werden sollen. Für die Umsetzung und Realisierung dieses Bürgerprojektes zeichnet innerhalb des Freundeskreises ein eigener Arbeitskreis unter Leitung von Albert Küchel verantwortlich.