Feuer in geplanter Flüchtlingsunterkunft - Ursache noch nicht geklärt / Rund 20 000 Euro Sachschaden Entsetzen über Brand

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Ein Brand brach am Freitag gegen 2.30 Uhr in einer geplanten Flüchtlingsunterkunft in Neuenstein aus.

© Oliver Färber

Neuenstein. Feuer an den Rückseiten von zwei Häusern, die in der Neuensteiner Bahnhofstraße als Flüchtlingsunterkünfte geplant sind, wurden am Freitag um 2.35 Uhr gemeldet. Wie die Einsatzkräfte vor Ort feststellen konnten, war an den beiden Gebäuden jeweils die Außenfassade in Brand geraten.

Möglicherweise Brandstiftung

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Der entstandene Sachschaden wird auf rund 20 000 Euro geschätzt. Die Brandursache steht noch nicht fest, Brandstiftung kann nicht ausgeschlossen werden. Das Feuer war gegen 3.15 Uhr gelöscht, wie es weiter in einem Pressebericht des Polizeipräsidiums Heilbronn heißt.

Die zwei Häuser gehören zu einer Gruppe von sechs Neubauten in der Bahnhofstraße. Es handelt sich um Rohbauten, die Fenster wurden erst vor kurzer Zeit eingebaut. Demnächst sollte der Innenausbau beginnen. Bei Tageslicht haben Spezialisten der Kriminaltechnik den Brandort untersucht.

Neben Feuerwehr und Polizei waren in der Nacht auch Vertreter der Stadt Neuenstein und des Landratsamtes vor Ort, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Zwei der sich noch im Bau befindlichen Gebäudeteile wurden durch den Brand in Mitleidenschaft gezogen. Die gesamte Unterkunft, die für insgesamt 84 Personen ausgelegt ist, sollte im späten Frühjahr eingerichtet werden. Es gelte nun die polizeilichen Ermittlungen abzuwarten, heißt es in einem Bericht das Landratsamtes Hohenlohekreis. Ebenfalls müsse noch zu klären sein, ob es durch den Brand zu zeitlichen Verzögerungen bei der Fertigstellung kommt.

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"Der Kreisbrandmeister hat mich am Freitagnacht unverzüglich informiert. Ich bin entsetzt über dieses Brandereignis. Wir wissen noch nicht, was der Hintergrund des Brandes war und ob es sich um Brandstiftung handelt. Ich hoffe, dass die Ermittlungen klare Ergebnisse bringen werden. Grundsätzlich gilt: Fremdenfeindliche Aktionen werden bei uns keinesfalls geduldet. Ich verurteile diese auf das Schärfste", teilte Landrat Dr. Matthias Neth mit.

Weiterhin Unterstützung

Die geplante Einrichtung soll einen wichtigen Beitrag für die Flüchtlingsarbeit im Hohenlohekreis leisten. "Ich sehe, dass uns die Bevölkerung auf dem Weg zur Integration weiterhin unterstützt. Wir erfahren bei der gesamtgesellschaftlichen Aufgabe, Flüchtlinge im Hohenlohekreis unterzubringen und zu integrieren, unverändert eine sehr große Unterstützung aus der Bevölkerung." Landrat Dr. Matthias Neth hat sich am Freitagnachmittag ein Bild der Lage vor Ort gemacht. Am Sonntag, 29. Januar, hat das Bündnis "Öhringen ist bunt" erneut zu einer Veranstaltung eingeladen, auf welcher der Landrat auch sprechen wird.