Regionalwettbewerb Jugend forscht - Jury zeichnete Arbeiten aus / Schüler aus Wertheim und Ahorn mit ihren Projekten erfolgreich Eine Talentschmiede mit Modellcharakter

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Werner Palmert
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Künzelsau. Jugend forscht ist eine Talentschmiede mit Modellcharakter. Reformansätze der aktuellen Bildungsdiskussion sind hier seit langem gelebte Praxis. So bietet die Projektarbeit einen optimalen Rahmen, Schüler entsprechend ihren Fähigkeiten individuell zu fördern. Durch kreatives, forschendes Lernen können sich die Jugendlichen schon frühzeitig mit dem Handwerkszeug des wissenschaftlichen Arbeitens vertraut machen. „Dadurch erlangen sie eine Methodenkompetenz, die zu den Kernqualifikationen der heutigen Wissensgesellschaft gehört“, wie Ausbildungsleiter Bernd Ludwig bei ebm-papst, unterstreicht.

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Bereits zum 21. Mal wird der Regionalwettbewerb vom Motoren- und Ventilatorhersteller ebm-papst in diesem Jahr ausgerichtet. 128 Teilnehmer aus der Region Heilbronn-Franken haben insgesamt 65 Projekte zur 54. Runde von Deutschlands bekanntestem Wettbewerb für Nachwuchsforscher eingereicht.

Am Donnerstag präsentieren die Jugendlichen ihre Ideen einer Fachjury, die die Projekte nach Kriterien wie Originalität, Eigenständigkeit und Kreativität beurteilte. Am heutigen Samstag haben Familien, Freunde, Klassenkameraden und andere Interessierte Gelegenheit von 9 bis 13 Uhr die vielfältigen Ergebnisse auf dem Campus in Künzelsau zu begutachten. Dieses Jahr lautete das Motto „Frag Dich!“. Zu den „preisgekrönten Erfindern“ des Wettbewerbs „Schüler experimentieren“ gehören auch zwei Schüler des Wertheimer Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums und die Arbeiten von mehreren Schülern des Lernhauses Ahorn in Eubigheim.

Hohe Beachtung

Der Wettbewerb findet seit einigen Jahren auch über die Grenzen der Region Franken Heilbronn-Franken hinaus Beachtung, wie die Leiterin Silvia Böhler bei der Präsentation der prämiierten Arbeiten gestern betonte, denn 2019 beteiligte sich auch wieder ein Schüler des Ganztagesgymnasiums Osterburken im dem benachbarten Neckar-Odenwald-Kreis.

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Erfindergeist, Neugierde und viel Engagement steckte auch in diesem Jahr in jedem Projekt, das die Nachwuchstüftler seit Donnerstag in der Künzelsauer Reinhold Würth-Hochschule präsentierten. Die Fachjury hatte die Qual der Wahl und kürte aus 65 Einreichungen sieben Projekte in der Sparte „Jugend forscht“ für Teilnehmer, die zwischen 15 und 21 Jahre alt sind, sowie acht Projekte der jüngeren Tüftler bis 14 Jahre in der Sparte „Schüler experimentieren“. Ein Einblick in die eingereichten Projekte zeigt die Vielfalt der Ideen, die sich in diesem Jahr besonders auf die Gebiete Chemie und Physik konzentrierten. Auffällig wird dabei auch die Aufmerksamkeit, die man den Themen Digitalisierung und Nachhaltigkeit schenkte. Die zehnjährige Emmi Fee Bartholme des Wertheimer Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums will mit einem Labortest herausfinden, welche Hausmittel Flecken auf der Kleidung umweltschonend entfernen. Dafür wurde sie mit der Teilnahme am Landeswettbewerb vom 16. bis 17. Mai in Balingen belohnt. Ihr zwei Jahre älterer Schulkamerad Christian Hartke will Badeperlen selbst herstellen, denn zu einem Vollbad gehören für ihn die Brauseluftbläschen. Er machte sich auf die Suche nach der richtigen Rezeptur.

Taschenwärmer

Warme Hände und Taschen wünschen sich Marlon Huttmann und Lorenz Bundschuh (beide 14 Jahre) und ihr Klassenkamerad Gellert Varga vom Lernhaus Ahorn in Eubigheim. Sie tüfteln an einem umweltschonenden, wiederaufladbarem Taschenwärmer und haben sich ebenfalls für den Landesentscheid qualifiziert.

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Auch der 14 -jährige Linus Ellesser vom Lernhaus Ahorn, der sein Projekt aus dem Vorjahr fortsetzte, schaffte es in die nächste Runde. Er will eine multifunktionale schwimmende Brücke bauen. Einen natürlichen Wasserfilter für unterwegs konstruieren Thorben Goos (14) Louis Schönbein und Marc Hoßfeld (beide 13 Jahre) ebenfalls vom Lernhaus Ahorn, und der 18-jährige Gymnasiast Philip Schuster vom Ganztagesgymnasium Osterburken beschäftigt sich mit der Produktion von Z-Bosonen. Er untersucht ihre Eigenschaften und vergleicht die Ergebnisse.

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Großes Ziel für die jungen Forscher ist nach der erfolgreichen Teilnahme am Landesentscheid der Sprung ins Bundeswettbewerb vom 16. bis 19. Mai in Chemnitz. Beim Finale messen sich alle Jungforscher, die beim jeweiligen Landeswettbewerb den ersten Platz in einem der sieben Fachgebiete belegt haben.

Den Siegern aller Wettbewerbe winken Geld-, Sach- und Sonderpreise sowie ein wertvolles Feedback der professionellen Jury.

Am heutigen Samstag stellen alle jungen Forscher von 9 bis 13 Uhr ihre Projekte am Campus Künzelsau der Hochschule Heilbronn der Öffentlichkeit vor. Der Eintritt ist frei. Zusätzlich wird den Besuchern durchgehend ein interessantes Rahmenprogramm der experimenta Heilbronn geboten.