Unternehmer verurteilt Bewährungsstrafe für Schwarzarbeit

Von 
pol
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Heilbronn. Für Schwarzarbeit im Gerüstbau sind beim Landgericht Heilbronn Bewährungsstrafen verhängt worden. Der Verurteilung gingen langjährige Ermittlungen der Heilbronner Finanzkontrolle Schwarzarbeit voraus. Vor über sechs Jahren war der jetzt verurteilte 43-jährige Gerüstbauunternehmer sowie seine zwischenzeitlich 47 und 51 Jahre alten Kolonnenführer in den Fokus der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Heilbronner Zolls geraten. Die Zollermittler fanden heraus, dass der Betrieb nicht nur eigene Mitarbeiter beschäftigte, sondern auch Arbeiter, die eigentlich bei Subunternehmern angemeldet und sozialversichert waren. Diese Subunternehmerfirmen wechselte der Gerüstbauer regelmäßig alle sechs bis zwölf Monate, doch tatsächlich blieben die Arbeiter teils über Jahre bei dem Gerüstbauer. Deshalb hätte er sie selbst bei der Kranken- und Sozialkasse anmelden müssen. Dem Sozialversicherungsträger entgingen so etwa 340 000 Euro. Die hinterzogenen Steuerbeträge belaufen sich auf rund 130 000 Euro. Der Gerüstbauunternehmer erhielt 21 Monate und seine beiden Kolonnenführer acht bzw. 15 Monate wegen Beihilfe auf Bewährung. Das erstinstanzliche Urteil des Amtsgerichts Heilbronn von 2019 wurde durch den Gerüstbauunternehmer angefochten, jedoch in der Berufungsverhandlung Ende letzten Jahres vom Landgericht Heilbronn bestätigt. Damit sind alle Urteile rechtskräftig. pol

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