Förderung - Geld aus Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum „Wir setzen ein starkes Zeichen“

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Neckar-Odenwald-Kreis. Das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz fördert den Neckar-Odenwald-Kreis im Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR). Im Rahmen des ELR gehen 2021 Zuschüsse von rund 3,8 Millionen Euro in den Neckar-Odenwald-Kreis. Mit 79 geförderten Projekten wird ein Investitionsvolumen von 28,14 Millionen Euro angestoßen, so Minister Peter Hauk in einer Pressemitteilung.

Geförderte Projekte

Adelsheim: zwei geförderte Projekte, angestoßenes Investitionsvolumen 428 274 Euro, Zuschuss 54 275 Euro.

Buchen: fünf Projekte, angestoßenes Investitionsvolumen circa 3,6 Millionen Euro, Zuschuss 447 275 Euro.

Hardheim: zwei geförderte Projekte, angestoßenes Investitionsvolumen 464 502 Euro, Zuschuss 46 950 Euro.

Höpfingen: ein Projekt, angestoßenes Investitionsvolumen 325 469, Zuschuss 50 000 Euro.

Limbach: fünf Projekte, angestoßenes Investitionsvolumen rund 1,2 Millionen Euro, Zuschuss 138 020 Euro.

Mosbach: ein Projekt, angestoßenes Investitionsvolumen rund 1,5 Millionen Euro, Zuschuss 151 730 Euro.

Mudau: fünf Projekte, angestoßenes Investitionsvolumen circa 1,8 Millionen Euro, Zuschuss 109 205 Euro.

Osterburken: vier Projekte, angestoßenes Investitionsvolumen rund 1,5 Millionen Euro, Zuschuss 198 630 Euro.

Ravenstein: sechs Projekte, angestoßenes Investitionsvolumen circa 1,3 Millionen Euro, Zuschuss 158 340 Euro.

Rosenberg: sechs Projekte, angestoßenes Investitionsvolumen rund 1,5 Millionen Euro, Zuschuss 206 510 Euro.

Seckach: fünf Projekte, angestoßenes Investitionsvolumen rund 1,3 Millionen Euro, Zuschuss 180 150 Euro.

Walldürn: zwei Projekte, angestoßenes Investitionsvolumen 650 920 Euro, Zuschuss 117 560 Euro.

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„Seit über 25 Jahren ist das ELR in Baden-Württemberg das wichtigste Strukturentwicklungsprogramm für den Ländlichen Raum. Die Zahl der Anträge liegt auch 2021 wieder auf sehr hohem Niveau. Dies ist den breiten Möglichkeiten des Programms zu verdanken. Zudem wurde in der Ausschreibung den aktuellen Herausforderungen Rechnung getragen und die Schwerpunkte klar auf die Themen Wohnen und Grundversorgung gelegt“, führte Minister Hauk aus.

Wichtig seien in der aktuellen Situation insbesondere der – auf eigenes Risiko – mögliche vorzeitige Maßnahmenbeginn. „Wer heute von der Aufnahme seines Projekts in das ELR erfährt, der kann beim Vorliegen der baurechtlichen Genehmigungen sofort loslegen. Das normalerweise erforderliche Abwarten des Zuwendungsbescheides kann ausnahmsweise entfallen“, so der Minister.

Positive Impulse gefragt

Positive Impulse seien in diesem Jahr besonders im Bereich der Gastronomie und Hotellerie gefragt. Die im letzten Programmjahr gestartete Sonderlinie „Dorfgastronomie“ habe die Bedeutung dieser Betriebe für Gemeinden des Ländlichen Raums im Blick. „Gerade im Lockdown ist die die enorme Bedeutung der Gastronomie für uns alle spürbar. Fehlt die Gastronomie, zeigt sich ein vielfältiger Mangel: Verluste beim Zusammenkommen der Menschen, Einschnitte im Bereich der Grundversorgung – aber auch am vitalen Ortsbild gibt es Abstriche.

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Das ELR leiste keine klassische Soforthilfe, aber es helfe der Gastronomie im Ländlichen Raum, ihren Gästen durch Investitionen mittel- und langfristig ein attraktives Angebot zu bieten. Seit Bestehen des ELR sei die aktive Innenentwicklung eines seiner Kernziele. Um innerörtliche Lagen zu stärken und dem auch im Ländlichen Raum bestehenden Mangel an Wohnraum entgegenzuwirken, flössen 2021 erneut über 50 Prozent der vorhandenen Mittel in den Förderschwerpunkt Innenentwicklung/Wohnen. „Mit 51 Millionen Euro lässt sich hier landesweit viel bewegen.“

Das Programm hat in den letzten Jahrzehnten sichtbar Einfluss genommen auf die Entwicklung der sich beteiligenden Gemeinden und wird es auch weiterhin tun“, sagte Minister Hauk. Mit dem Jahresprogramm 2021 unterstützt das ELR auch den Bau oder die Modernisierung von 1733 zeitgemäßen Wohnungen.

Holz spielt eine wichtige Rolle

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Quer über alle Förderschwerpunkte spiele der Einsatz von Holz im ELR eine wichtige Rolle. „Das Bauen mit Holz ist für mich eine Herzensangelegenheit. Hier trifft Tradition auf Innovation, Baukultur auf Klimaschutz und ökonomische Kriterien auf Nachhaltigkeit“, sagte Minister Hauk. 30 Prozent aller ELR-geförderten Projekte erhielten den fünf-prozentigen-Förderbonus, da bei ihrer Umsetzung in der Tragwerkskonstruktion der CO2-speichernde Baustoff Holz verwendet werden würde.