Kommunale Pflegekonferenzen

„Wichtig und unverzichtbar“

Land fördert Einrichtungen

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Neckar-Odenwald-Kreis. Das Land Baden-Württemberg fördert Kommunale Pflegekonferenzen auch 2023, zudem liegt der Abschlussbericht zur letzten Förderrunde vor. Die kommunale Pflegekonferenz gibt es auch im Neckar-Odenwald-Kreis. Die Auftaktveranstaltung fand im November 2021 statt. Sozial- und Integrationsminister Manfred Lucha sagte: „Kommunale Pflegekonferenzen sind unverzichtbar für die Weiterentwicklung quartiersnaher Pflege- und Unterstützungsstrukturen“

Das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration hatte im Jahr 2020 das Förderprogramm „Kommunale Pflegekonferenzen BW – Netzwerke für Menschen“ aufgelegt, das am 31. Dezember 2022 endete. Hierfür stellte das Land von 2020 bis Ende 2022 Haushaltsmittel in Höhe von rund 1,8 Millionen Euro zur Verfügung.

Eine nun vorliegende Evaluation der Dualen Hochschule Baden-Württemberg im Auftrag des Ministeriums zeigt: Kommunale Pflegekonferenzen besitzen ein großes Potenzial, um regional bestehende Defizite der Pflege- und Unterstützungsstrukturen sowie der sozial-räumlichen Koordinierung zu erkennen und bedarfsgerechte Verbesserungen zu erarbeiten und umzusetzen. Aus diesem Grund soll die Finanzierung Kommunaler Pflegekonferenzen auch im Jahr 2023 fortgesetzt werden.

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„Kommunale Pflegekonferenzen sind wichtig und unverzichtbar für die Weiterentwicklung quartiersnaher Pflege- und Unterstützungsstrukturen, aber auch für die Bewältigung der Herausforderungen in der Langzeitpflege“, sagte Sozial- und Integrationsminister Lucha am Dienstag in Stuttgart. „Ich freue mich deshalb sehr, dass wir sie im Land auch weiterhin finanziell unterstützen können, damit diese angesichts der vielfältigen Herausforderungen so wichtigen Gremien vor Ort in ihrer Arbeit gestärkt werden können.“

Steuerungsfunktion

Die Kommunen haben eine zentrale Steuerungsfunktion im Bereich der pflegerischen Infrastruktur. Mit dem nun abgeschlossenen Förderprogramm wurden Kommunen bei der Wahrnehmung dieser Verantwortung unterstützt. Darüber hinaus sind die Kommunalen Pflegekonferenzen, wie sie im Zuge des Förderprogramms in insgesamt 32 Stadt- und Landkreisen eingerichtet wurden, eine geeignete Plattform, um vor Ort gemeinsam mit den weiteren örtlichen Akteuren in der Langzeitpflege und im Gesundheitswesen über die Ausgestaltung von Pflege-, Quartiers- und Unterstützungsstrukturen sowie den Fachkräftemangel beraten zu können.

Bei der Auftaktveranstaltung der kommunalen Pflegekonferenz im Kreis in Mosbach waren 2021 rund 140 Teilnehmer gekommen, um „gemeinsam Zukunft zu gestalten“, so stand es als Motto über der Konferenz. Franz Müntefering, der frühere Bundesminister und Vizekanzler, hielt bei der kommunalen Pflegekonferenz einen Impulsvortrag „Älter werden in dieser Zeit“. Und wer wies auf die Bedeutung der Konferenzen hin. Mit der ihm eigenen Klarheit und Prägnanz sagte Franz Müntefering auf dem Podium, was ihm zum Thema kommunale Pflegekonferenzen durch den Kopf ging. „Im Alter brauchst du das Meiste vor Ort.“