Bundeswaldinventur 2022 - Erhebung aktueller Daten über den Zustand der Wälder findet in Baden-Württemberg zum inzwischen dritten Mal statt Waldverhältnisse und Produktionsmöglichkeiten werden erfasst

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Neckar-Odenwald-Kreis. Die Untere Forstbehörde des Neckar-Odenwald-Kreises informiert Waldbesitzer über den Beginn der Bundeswaldinventur 2022. Die Bundeswaldinventur (BWI) findet bundesweit im zehnjährigen Turnus statt. In Baden-Württemberg ist es die vierte Erhebung, deutschlandweit die dritte. Die Bundeswaldinventur ist eine im Bundeswaldgesetz (§ 41a) verankerte Großrauminventur und wird nach einem bundeseinheitlichen Datenerfassungsprotokoll als gemeinsame Aufgabe von Bund und Ländern durchgeführt. Die Länder sind für die Datenerhebung zuständig, der Bund koordiniert und ist für die Auswertung und Berichterstattung verantwortlich. Die Länder führen darüber hinaus landesspezifische Analysen durch.

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Ziel der Bundeswaldinventur ist es, die großräumigen Waldverhältnisse und forstlichen Produktionsmöglichkeiten in Deutschland zu erfassen. Sie ist somit ein wesentliches Kontroll- und Monitoring-Instrument und liefert die Datenbasis für Entscheidungen von Politik und Wirtschaft. Wichtige Fragen sind zum Beispiel: Wie entwickelt sich der Wald, seine Baumartenzusammensetzung und der Holzvorrat? Wie viel Holz wird geerntet und kann im Rahmen einer nachhaltigen Waldwirtschaft genutzt werden? Auch ökologische Größen wie Naturnähe und Totholzvorräte werden erfasst.

Neu bei der Bundeswaldinventur 2022 ist die zusätzliche Entnahme von DNA-Proben an den wichtigsten Baumarten auf einer Unterstichprobe, um Erkenntnisse über die genetische Vielfalt und zu Anpassungsprozessen der Wälder im Klimawandel zu gewinnen. Die Daten der Bundeswaldinventur bilden außerdem eine wichtige Grundlage für die Erfüllung internationaler Berichtspflichten wie dem Kyoto-Protokoll und der Klimarahmenkonvention. Weiterführende, detaillierte Informationen gibt es unter www.bundeswaldinventur.de.

Mit der Datenerhebung sind in Baden-Württemberg zehn Aufnahmetrupps mit jeweils zwei Personen beauftragt, die von April 2021 bis September 2022 mehr als 13 000 Stichproben erfassen. Die Arbeiten werden von der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) organisiert und koordiniert.

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Nach Abschluss der Datenerfassung ist die FVA auch für landesspezifische Auswertungen und Analysen zuständig. Nähere Informationen hierzu gibt es unter www.fva-bw.de/daten-und-tools/monitoring/bundeswaldinventur. Mit Ergebnissen der Bundeswaldinventur 2022 ist im Jahr 2024 zu rechnen.