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Landratsamt - Martin Kuhnt und Andreas Siegmund zu Artenschutzfachberatern im Hornissen- und Wespenschutz bestellt

Vermittler zwischen Mensch und Wespe

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Martin Kuhnt (Zweiter von links) und Andreas Siegmund (Dritter von links) sind zu Artenschutzfachberatern im Hornissen- und Wespenschutz bestellt worden. © Landrtatsamt

Neckar-Odenwald-Kreis. Wespen und Hornissen gelten nicht unbedingt als Sympathieträger. Ihnen haftet der Makel aggressiver und gefährlicher Insekten an, deren Hauptaufgabe es ist, Menschen zu ärgern. So scheint manchem der Griff zum Insektenspray oder der Wespenfalle immer noch das Mittel der Wahl zu sein, wenn Wespen und Hornissen sich in der häuslichen Umgebung ansiedeln, ihre Nester bauen oder einem das Marmeladenbrötchen streitig machen.

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Dabei bleibt unberücksichtigt, dass Wespen dem allgemeinen Schutz wildlebender Arten gemäß Bundesnaturschutzgesetz unterliegen. So ist es verboten, sie mutwillig zu beunruhigen, grundlos zu fangen, sie zu verletzen oder zu töten. Ferner dürfen ihre Nester ohne vernünftigen Grund nicht beeinträchtigt oder gar zerstört werden. Die heimischen, staatenbildenden (sozialen) Wespenarten stammen aus der Familie der Faltenwespen. Sie sind alle schützenswert und viele mittlerweile auch schutzbedürftig.

„Gesundheitspolizei“

Hornissen haben den Status besonders geschützter Arten nach dem Bundesnaturschutzgesetz, wonach es verboten ist, diesen nachzustellen, sie zu fangen, zu verletzen oder zu töten. Darüber hinaus ist es verboten, die Nester aus der Natur zu entnehmen, sie zu beschädigen oder zu zerstören. Sowohl Wespen als auch Hornissen sind keine Schädlinge, ernähren sich von anderen Insekten und spielen als „Gesundheitspolizei“ eine wichtige Rolle im Naturhaushalt.

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Um im Spannungsfeld zwischen Mensch und Wespe beziehungsweise Hornisse zu vermitteln, hat das Landratsamt mit Andreas Sigmund und Martin Kuhnt zwei Artenschutzfachberater im Hornissen- und Wespenschutz bestellt.

Andreas Sigmund ist für die Stadt Buchen sowie die Gemeinden Mudau, Waldbrunn, Limbach und Seckach zuständig. Er ist erreichbar unter Telefon 0151/20759651 oder per E-Mail an wespenberater.sigmund@neckar-odenwald-kreis.de. Martin Kuhnt ist für Hardheim, Höpfingen und Walldürn zuständig. Er kann per E-Mail an wespenberater.kuhnt@neckar-odenwald-kreis.de oder unter Telefon 06282/248452 beziehungsweise 0152/01789018 kontaktiert werden. Das übrige Kreisgebiet wird von Mitarbeitern der Unteren Naturschutzbehörde betreut. Diese sind unter 06281/52121612 oder per E-Mail an Lina.Mohr@neckar-odenwald-kreis.de erreichbar.

Bei Konflikten schauen sich die ehrenamtlich tätigen Wespen- und Hornissenberater die Situation vor Ort an, sofern eine telefonische Beratung nicht ausreichend ist. Sie können die Wespenart bestimmen und wissen, wie man sich und die Wespen schützen kann. Häufig können Wespen- und Hornissennester toleriert werden, wenn das Verhalten der Tiere sowie einige Regeln beachtet werden. In besonderen Situationen kann es unumgänglich sein, ein Nest entfernen zu müssen, beispielsweise dann, wenn Allergiker oder besonders schutzbedürftige Personengruppen betroffen sind. Bei Hornissennestern ist immer eine Ausnahme von den artenschutzrechtlichen Verbotstatbeständen notwendig.

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