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„Unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat“

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Same procedure than every year! Wahrscheinlich wird es nach dem von den Parteien bis zuletzt geführten Wahlkampf am Wahlabend nur Gewinner geben. Keiner wird zugeben wollen, dass er oder sie auch verloren haben. Niemand will sein Gesicht verlieren. So ist das nun mal unter Menschen. Wir sind auf Erfolg gebürstet, auch wenn wir erfolglos sind. Es ist dann eben immer eine Sache der Betrachtungsweise.

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Aber wie ist das mit dem christlichen Glauben? „Sieg“ und „Überwinden“ – beides signalisiert: Auch der Glaubende steht in einem Kampf. Und gleichzeitig weisen die beiden Worte auf den Ausgang des Kampfes hin.

Wer ist der Gegner in diesem Kampf? Er wird mit „Welt“ bezeichnet. Das ist die Bosheit des Menschen, seine Gier, seiner Zerstörungswut, sein Seinwollen wie Gott, sein Leben ohne Gott, sein Leben ohne Gottesfurcht, beherrscht von seiner Begierde.

Die Welt – das ist Sünde, Tod und Teufel, die Entfremdung des Menschen von sich selbst, von seiner Bestimmung, mit sich selbst, seiner Umwelt, mit Gott, dem Transzendenten in Einheit und Harmonie zu leben.

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Und die Auswirkungen dieser Entfremdung, was die Bibel Sünde nennt, bekommen wir tagtäglich in den Medien vor Augen geführt und allzu oft bekommen wir auch seine Auswirkungen zu spüren.

Da tut es gut zu hören, dass der Glaube ein Ende macht mit all dem Spuk. Wo aber findet dieser Kampf statt, an dem der Glaube und damit auch der oder die Glaubenden Anteil haben? Das ist ein Kampf, der sowohl außerhalb, als auch innerhalb von uns selbst stattfindet.

Der Kampf in uns wird in unserem Herzen ausgetragen. Da geht es um eine Entscheidung, einen inneren Weg, der dann auch Auswirkungen hat auf das Außen. Wenn wir unseren Wochenspruch im Zusammenhang des Abschnittes lesen in welchen er eingebettet ist, dann wird das deutlicher was gemeint ist und wie das geschieht.

Der Abschnitt beginnt ja so: „Jesus ist der Christus, der von Gott geboren ist.“ Und der Vers 4a, welcher unserem Wochenspruch unmittelbar vorausgeht greift dies auf: „Denn alles, was von Gott geboren ist, überwindet die Welt.“

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Somit ist klar, dass Jesus Christus der große Streiter ist, der den Kampf ausführt und in einen Sieg verwandelt. Wenn wir uns für ihn entscheiden und unser Leben nach seinem Vorbild gestalten, dann haben wir Anteil an seinem Sieg über die Welt.

Aber wie genau kämpft und wie siegt er? Sein Tod am Kreuz ist alles andere als triumphal. Der Kirchenvater Augustinus hat es mit seinen Worten so formuliert: „Victor quia victima.“ Christus siegt als Besiegter. Das ist nicht der Weg der Welt; aber gerade dadurch hat er die Welt überwunden.

Das entlastet uns. Wir müssen uns nichts beweisen. In der Welt aber nicht von der Welt können wir uns durch den Glauben an ihn den alltäglichen Herausforderungen stellen.

Dr. Markus Roser, Pfarrer im evangelischen Kirchenbezirk Adelsheim-Boxberg

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