AdUnit Billboard
„Selbstbestimmt leben“ - Veranstaltungsreihe begann

„Schubladen“ kann man hinterfragen

Lesedauer: 

Mosbach. „Es ist leichter, einen Atomkern zu spalten als ein Vorurteil“, zitierte die Kommunale Beauftragte für die Belange von Menschen mit Behinderung im Neckar-Odenwald-Kreis, Jutta Schuele, Albert Einstein zu Beginn der Auftaktveranstaltung „Schubladendenken“. Damit eröffnete sie die Veranstaltungsreihe „Selbstbestimmt leben“ – „Mensch! Bist du behindert, oder was?“, die ein vorurteilsfreieres und gleichberechtigteres Miteinander zum Ziel hat. Zahlreiche Gäste hatten sich im Kultur- und Begegnungszentrum fideljo in Mosbach zusammengefunden, um sich mutig mit ihren Vorurteilen und den „Schubladen in den Köpfen“ auseinanderzusetzen. Eingeladen hatten als Veranstalter das Selbsthilfenetzwerk Neckar-Odenwald, die Recover Selbsthilfegruppe, Genesungsbegleiter Volkhard Menzel und Jutta Schuele.

AdUnit Mobile_Pos2
AdUnit Content_1

Verschiedenheit, Vielfalt, Diversität, Inklusion waren die Stichwörter, anhand derer die Teilnehmer am Ende der Veranstaltung doch erleichtert feststellten: „Wir haben es selbst in der Hand, ob wir nur die eine ,dunkle Seite des Mondes’ sehen oder eben auch sein Strahlen, ob der Mensch ,nur’ alt oder auch weise, ob der Mensch ,nur’ behindert oder auch schön, humorvoll und stark ist.“ Die Gäste verließen den Saal mit der Erkenntnis: Schubladen und Vorurteile entstehen, sie haben unter anderem die wichtige Funktion des Strukturierens und des Ordnens im Gehirn. Aber: Schubladen müssen nicht geschlossen bleiben. Man habe die Chance, immer wieder aufs Neue das Abgespeicherte zu hinterfragen, so Schuele.

AdUnit Footer_1
AdUnit Mobile_Footer_1