Vortrag

Neue Erkenntnisse werden präsentiert

Ernst Heimes liest zur Geschichte des KZ Cochem

Lesedauer: 

Neckarelz. Zum Thema „Der Zeisig“– Goldfischs Bruder“ findet am 27. Januar eine Lesung zum KZ-Außenlager Cochem statt.

Das Konzentrationslager Natzweiler im Elsass hat Spuren auch im heutigen Land Rheinland-Pfalz hinterlassen. Deshalb lädt die KZ-Gedenkstätte Neckarelz am 27. Januar um 19.30 Uhr zu einer Lesung mit entsprechender Thematik ein.

Gedenktag für Opfer

Ernst Heimes auf der Buchmesse in Frankfurt 2022. © Arne Houben

Der 27. Januar, Gedenktag an die Opfer des Naziterrors und Gründungstag der Gedenkstätte, verbindet sich mit der Befreiung von Auschwitz am 27. Januar 1945. Die Lesung mit dem Titel „Bevor das Vergessen beginnt – Nachermittlungen zum KZ Cochem“ zeigt: es gibt eine Beziehung zur lokalen Geschichte wie auch zu Auschwitz. Das Rüstungsverlagerungsprojekt mit dem Decknamen „Zeisig“, angesiedelt im Eisenbahntunnel zwischen den Moselorten Bruttig und Treis, war ein direktes Schwesterprojekt von „Goldfisch“ in Obrigheim.

Tarnname

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In der SS-Terminologie führte es den Tarnnamen A 7, Goldfisch trug die Nummer A 8. Im Tunnel der Moselstrecke stellte die Firma Bosch Zündkerzen für Flugzeugmotoren. Als Bauarbeiter schufteten dort KZ-Häftlinge aus vielen Nationen, untergebracht in zwei Lagern an den Mündungen des Tunnels. Diese werden unter dem Namen „KZ-Außenlager Cochem“ zusammengefasst.

Der größte Häftlingstransport kam im Mai 1944 von Auschwitz direkt nach Cochem.

Der Koblenzer Buchhändler und Autor Ernst Heimes hat bereits 1992 ein vielbeachtetes erstes Buch über das KZ-Außenlager bei Cochem veröffentlicht.

Die „Nachermittlungen“ von 2019, eine Generation später entstanden, fassen neue Erkenntnisse zusammen und nehmen auch Täter in den Blick.

Zahlreiche Preise

Ernst Heimes wurde für seine Werke mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, kürzlich wurde er als Vertreter von Rheinland-Pfalz in den PEN-Club aufgenommen.