Bündnis Klimaschutz - Landesvorsitzende Dr. Sandra Detzer im Gespräch mit der Grünen-Kandidatin Amelie Pfeiffer „Muss eines der Hauptthemen sein“

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Neckar-Odenwald-Kreis. „Wir können stolz sein auf das, was in den letzten Jahren erreicht wurde in Baden-Württemberg. Das wurde erreicht, weil grün führt“, begann Landesvorsitzende Dr. Sandra Detzer das Gespräch mit dem Klimabündnis NOK.

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Die gezielte Förderung des Ökolandbaus, der Ausbau erneuerbarer Energien und weitere realisierte Klima- und Umweltschutzmaßnahmen würden zeigen, was man wählt, wenn man „Grün“ seine Stimme gebe.

Dem Klimabündnis NOK, das für bürgernahe Aktionen zum Thema Klimaschutz, wie etwa den Klimastreik oder auch die Unterstützung von „Fridays-for-Future“-Demonstrationen, bekannt ist, galt dabei Detzers besonderer Dank.

Im Gespräch mit den Teilnehmern des Onlinemeetings wurden zukünftige Maßnahmen der Landesregierung abgeklopft: Der ÖPNV müsse nach jahrelangen Einsparungen und Streckenschließungen gestärkt werden. Dies sei die Voraussetzung, um klimafreundliche Mobilität zu erreichen.

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Insbesondere die Strecke nach Stuttgart brauche zuverlässige Zugverbindungen, aber auch die Querverbindung Mosbach-Osterburken könnte mit einer schnelleren Taktung über die Madonnenlandbahn Anreize für Bürger schaffen, öfter auf die Bahn umzusteigen, ergänzte Landtagskandidatin Amelie Pfeiffer. Außerdem sei das Waldsterben ein dringendes Thema. Was wird dagegen unternommen? Detzer beschrieb die Strategie der Landesregierung als „Abkehr von Monokulturen“. Durch das Anpflanzen heterogener und anpassungsfähiger Baumarten hoffe man, große Waldflächen wieder aufforsten und widerstandsfähiger machen zu können.

Gefragt wurde schließlich danach, wie der Ausbau erneuerbarer Energien weiter vorangetrieben werden soll. „Wir brauchen mehr Photovoltaik auf Gebäuden, auch die öffentlichen sind noch längst nicht alle mit Modulen ausgestattet“, so ein Teilnehmer. Detzer versprach: „Da sind wir dran.“ Die Landesliegenschaften werden nach und nach klimaneutral beziehungsweise -positiv umgebaut. Das betreffe neben PV-Anlagen auch neue Heizungsanlagen und bessere Dämmung. „Bestenfalls schaffen wir die Umrüstung sogar mit PV-Modulen aus Baden-Württemberg. Wir sind da bereits mit einer Firma im Gespräch“, so Detzer. Privatleute sollen zukünftig weiterhin bei dem Bau von Solaranlagen finanziell unterstützt werden.

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„Klimaschutz muss eines der Hauptthemen im Kreis sein“, betonte auch Pfeiffer. „Der Landrat hat dieses Thema in seiner Haushaltsrede nicht mit einem Wort erwähnt. Wir Grünen kämpfen dafür, es immer wieder auf die Tagesordnung zu bringen“. Pfeiffer wies auf den Statusbericht kommunaler Klimaschutz der KEA hin, der bisher zu wenig Beachtung im Kreis erfahre. Der Bericht beleuchte sowohl den Ausstoß von Treibhausgasen und den Ausbau erneuerbarer Energien in Kommunen als auch die vielfältigen Aktivitäten und Konzepte zur Stärkung des Klimaschutzes vor Ort. Er zeige aktuelle Entwicklungen und bisherige Erfolge, aber auch bestehende Defizite bei den Klimaschutzbemühungen der eigenen Kommune.

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„Das ist wichtig, um zu wissen, wo wir heute stehen“, so Pfeiffer.