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Nachruf - Helmuth Fritz-Guischard im Alter von 70 Jahren gestorben

Leidenschaft für Musik war Beruf und Berufung

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Elztal/Wertheim/Walldürn. Helmuth Fritz-Guischard ist tot. Er starb im Alter von 70 Jahren, kurz nach seinem Geburtstag. Er hatte sein Leben der Musik verschrieben. Seine Leidenschaft war ihm Berufung und Beruf zugleich.

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Geboren in Wertheim, studierte er zunächst Pädagogik und danach Schulmusik an Gymnasien sowie Musikwissenschaft. Die Ausbildung zum Kapellmeister absolvierte er obendrein.

Helmuth Fritz-Guischard ist im Alter von 70 Jahren gestorben. © FN-Archiv

Der Glanzpunkt seines musikalischen Werdegangs war ein Masterkurs, der ihn zu Herbert von Karajan nach Salzburg führte.

Schönen Künsten zugetan

Die Musikleidenschaft hatte Fritz-Guischard wahrscheinlich von seinem Vater geerbt, der noch in der Ära Hindenburg Militärkapellmeister war. Auch seine Großmutter frönte den schönen Künsten. Im Wertheimer Verein „Wolfsschlucht Concordia“ wurden neben Theateraufführungen auch Opern aufgeführt, bei denen die Großmutter häufig die Hauptrollen übernahm.

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Bei so viel erblicher Veranlagung verwunderte es nicht, dass auch Fritz-Guischard, der seinerzeit von Alfred-Ernst Fürst zu Löwenstein-Wertheim-Freudenberg den Titel Hofkapellmeister verliehen bekam, schon in frühester Jugend den Weg zur Musik fand.

Bereits während seines Studiums folgte der Musiker einem Ruf nach Walldürn, um die dortige Kapellmeisterstelle „zum heiligen Blut“ zu übernehmen. 1975 wurde ihm im Alter von 24 Jahren die Dirigentenstelle für Chor und Orchester in Wertheim übertragen. 1978 führte er – bis zu seiner schweren Erkrankung 2007 – die weit über die Grenzen hin bekannten „Bronnbacher Musiktage“ wieder ein.

Die Leidenschaft für die schönen Künste half ihm im Verlauf seines Lebens auch Krisen zu überstehen, wie etwa eine Reihe von schweren Erkrankungen im Jahr 2007. Die Stadt Wertheim zeichnete ihn für sein kulturelles Engagement zu seinem 50. Geburtstag mit der Verdienstmedaille der Stadt Wertheim aus. Schon zu Beginn seiner künstlerischen Tätigkeit ehrte ihn der Kulturkreis Wertheim, als ersten Künstler der Stadt, mit dem Kulturkreis-Preis.

Seine pädagogische Laufbahn führte ihn über Eberbach 1981 nach Neckarelz. Dort unterrichtete er bis zu seinem krankheitsbedingten Ausscheiden am Auguste-Pattberg-Gymnasium, wo er auch den Oberstufenchor und den Kammerchor „Musica Alantia“ gründete, die Fächer Kunst und Musik. Neben seiner Lehrtätigkeit sah man ihn auch in Hauptrollen beim Neckarelzer Schultheater. Im Heimatverein Neckarelz, dessen Amt des 2. Vorsitzenden er bis zu seiner Erkrankung innehatte, leitete er auch die Neckarelzer Burggrabenkonzerte.

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Die Region verliert in Helmuth Fritz-Guischard einen Vollblutmusiker, der sich viele Verdienste erworben hat.

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