Corona - Erste Termine für Kreisimpfzentrum vergeben / Zahl der Todesfälle steigt auf 105 Landrat: „Der erste Schritt ist gemacht“

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Neckar-Odenwald-Kreis. Das Gesundheitsamt erhielt am Dienstag Kenntnis über einen weiteren Todesfall im Landkreis mit Covid-19. So verstarb im Standort Mosbach der Neckar-Odenwald-Kliniken ein 91-jähriger Mann. Die Gesamtzahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Sars-CoV-2 im Neckar-Odenwald-Kreis steigt somit auf 105.

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Insgesamt gab es am Dienstag 27 neue Fälle, die 7-Tage-Inzidenz ist von 169,9 auf 160,8 gesunken. Insgesamt gibt es im Kreis 3691 bestätigte Infektionen. 3280 Personen sind nicht mehr infektiös, so das Landratsamt.

Das Gesundheitsamt erhielt am Dienstag über Coronavirusinfektionen in folgenden Einrichtungen: Pflegeheim Sonnengarten Buchen (fünf Fälle), Pflegezentrum St. Josef Waldhausen (ein Fall), Awo-Hausgemeinschaft Elztal-Dallau (ein Fall), ASB Seniorenzentrum am Rühlingshof Buchen (ein Fall).

Für Fragen der Bürger zu den Corona-Fällen und generell zur Pandemie stehen im Landratsamt geschulte Mitarbeiter werktags von 8 bis 16 Uhr sowie samstags und sonntags von 11 bis 15 Uhr unter folgenden Telefonnummern 06261/843333 sowie 06281/5212-3333 zur Verfügung.

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Am Montagabend erhielt der Neckar-Odenwald-Kreis die erfreuliche Nachricht, dass das Kreisimpfzentrum in Mosbach mit rund 1100 Impfdosen der Firma Biontech/Pfizer versorgt wird und damit am 22. Januar an den Start gehen kann. In den ersten zwei Wochen stehen wöchentlich jeweils rund 550 Impfdosen zur Verfügung.

Mehr als die Hälfte davon wird über die mobilen Teams für die dringend erforderliche weitere Impfung in den Pflegeheimen eingesetzt. Der Rest steht etwa zu gleichen Teilen der Bevölkerung und den Mitarbeitern in den Intensivstationen, den Isolierbereichen und den Notaufnahmen der Neckar-Odenwald-Kliniken in Mosbach und Buchen sowie dem Krankenhaus Hardheim zur Verfügung.

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Landrat Dr. Achim Brötel ist erleichtert, dass es nun endlich losgeht: „Auch wenn im Moment noch wenige Impfdosen zur Verfügung stehen, der erste Schritt ist gemacht. Alle, die zunächst nicht zum Zug gekommen sind, müssen wir leider einfach um Geduld bitten.“

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Am frühen Dienstagmorgen wurden dann die Terminslots zur Buchung der Impftermine im Kreisimpfzentrum freigeschaltet. Gebucht werden konnten die ersten Termine bis einschließlich 6. Februar. Die wenigen zur Verfügung stehenden Termine waren allerdings innerhalb einer Stunde vergeben. Der Impftermin für das Kreisimpfzentrum am 23. Januar wird für die Mitarbeiter der Krankenhäuser genutzt und war deshalb für die Bevölkerung nicht abrufbar.

Künftig soll immer mittwochs und samstags geimpft werden, wobei die Termine am 27. und 30. Januar bereits vergeben sind. Terminslots für spätere Impftage werden nach und nach freigeschaltet und rechtzeitig vorher angekündigt. Terminvereinbarungen sind dann weiterhin nur unter der Telefonnummer 116117 beziehungsweise online unter www.impfterminservice.de möglich. Mit steigender Impfmenge werden dann zu einem späteren Zeitpunkt auch weitere Impftage angeboten.

Am Mittwoch, 20. Januar, und am Donnerstag, 21. Januar, werden jeweils weitere 106 Terminslots für Impfungen gegen das Coronavirus am 10. und 11. Februar im Kreisimpfzentrum freigeschaltet. Terminvereinbarungen sind an diesen Tagen nur unter der Telefonnummer 116117 beziehungsweise online unter www.impfterminservice.de möglich. Geimpft werden derzeit nur Bürger der Priorität 1. Umfassende Informationen zum Thema Impfen und Kreisimpfzentrum stellt der Landkreis auf seiner Webseite im Rahmen der Corona-Informationen oder unter dem Suchwort „Kreisimpfzentrum“ zur Verfügung.

Im Main-Tauber-Kreis wurden am Dienstag 64 Fälle einer Coronavirus-Infektion bestätigt. Die betroffenen Personen leben im Gebiet von neun Städten und Gemeinden des Landkreises. Es handelt sich in mindestens 49 Fällen um Kontaktpersonen zu bekannten Fällen sowie um einen Reiserückkehrer aus einem Risikogebiet. Der Inzidenzwert liegt bei 122,9. Nachdem weitere Ergebnisse der flächendeckenden Testung im Seniorenzentrum Schönblick in Igersheim vorliegen, wurden hier weitere 27 Coronavirus-Infektionen bei Bewohnern sowie weitere zwölf Infektionen bei Mitarbeitenden festgestellt. Insgesamt haben sich bis dato 37 Bewohner sowie 15 Mitarbeitende mit dem Coronavirus infiziert. Die Einrichtung steht weiter unter Quarantäne. mar/lra/Bild: dpa

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