Corona-Pandemie - Ordnungsämter im Landkreis führten am Mittwoch und Donnerstag verstärkt Kontrollen durch Kaum Quarantäne-Verstöße festgestellt

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N. Beier, M. Greß, M. Müller, R. Scherer, M. Sowa
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Mitarbeiter von Ordnungsämtern kontrollieren in diesen Tagen nicht nur in Fußgängerzonen die Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln. Auch Corona-Infizierte und Kontaktpersonen, die sich in Quarantäne befinden, wurden am Mittwoch und Donnerstag landesweit überprüft. © dpa

In einer landesweiten Aktion haben auch Mitarbeiter von Ordnungsämtern im Neckar-Odenwald-Kreis die Einhaltung von Quarantänebestimmungen überprüft.

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Neckar-Odenwald-Kreis. Mitarbeiter der Ordnungsämter im Neckar-Odenwald-Kreis haben am Mittwoch und Donnerstag überprüft, ob Corona-Infizierte und Kontaktpersonen, die unter Corona-Quarantäne stehen, ihre Auflagen einhalten.

Hintergrund der in ganz Baden-Württemberg durchgeführten Aktion war es, die Bedeutung der Quarantäne-Regeln zu unterstreichen und die Ausbreitung des Virus einzudämmen.

In Walldürn führt das Ordnungsamt schon seit längerer Zeit stichpunktartig Kontrollen durch. „Per Telefon, aber auch persönlich“, erklärte Meikel Dörr, Leiter der Stabstelle Bürgermeister. Personen, die unter Quarantäne stehen, werden nicht täglich kontrolliert, müssen jedoch täglich mit einer Überprüfung rechnen.

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Im Rahmen der landesweiten Aktion haben die Mitarbeiter des Walldürner Ordnungsamts die Kontrolldichte noch einmal erhöht. So wurden am Mittwoch und Donnerstag sämtliche Corona-Infizierten und Kontaktpersonen im Stadtgebiet, die unter Quarantäne stehen, überprüft – und vollzählig angetroffen beziehungsweise erreicht. „Das Ordnungsamt ist mit den Kontrollen voll ausgelastet“, betonte Dörr. Für diese Aufgabe sei das Ordnungsamt personell verstärkt worden.

„Wir haben am Mittwoch kontrolliert“, bestätigte auch Vanessa Busch vom Bürgerbüro der Gemeinde Hardheim auf Anfrage der Fränkischen Nachrichten. Die Namen von Corona-Infizierten sowie Kontaktpersonen, die zurzeit unter Quarantäne stehen, seien der Gemeinde vom Gesundheitsamt mitgeteilt worden. Ein Mitarbeiter des Gemeindevollzugsdienstes sei „vor Ort“ gewesen, habe an den entsprechenden Türen geklingelt – und alle genannten Personen auch angetroffen.

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Auch in Höpfingen war ein Vertreter des Ordnungsamtes am Mittwoch unterwegs, um zu überprüfen, ob all jene, für die eine Quarantäne angeordnet wurde, diese auch einhalten. Das bestätigte Christina Fiederlein, Hauptamtsleiterin der Gemeinde Höpfingen. Wie in Hardheim wurden auch in Höpfingen alle vom Gesundheitsamt gemeldeten Personen zu Hause angetroffen.

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Die Stadt Adelsheim hat in den vergangenen beiden Tagen ebenfalls Quarantäne-Kontrollen bei den Corona-Infizierten und den Kontaktpersonen durchgeführt. „Wir haben keine Verstöße festgestellt“, sagte Andreas Wiltschko vom Bereich „Öffentliche Ordnung“.

Jürgen Walzenbach, Leiter des Ordnungsamts in Osterburken, sei ebenfalls am Mittwoch unterwegs gewesen und habe kontrolliert, ob sich die Infizierten und Kontaktpersonen an die Corona-Bestimmungen halten, erläuterte Hauptamtsleiter Julian Schneider. Ob persönlich an der Haustür oder über die Sprechanlage, es wurden zehn Personen überprüft. Aktuell sind in Osterburken sechs Personen als infiziert gemeldet, 13 Menschen gelten als Kontaktpersonen und befinden sich ebenfalls in Quarantäne (Stand: Donnerstag, 15.45 Uhr).

Nur in einem Fall Probleme

Knapp 80 Personen an zwei Tagen wurden in Mosbach kontrolliert. Das Ordnungsamt sei bis 20 Uhr unterwegs, erklärte die Stadtverwaltung auf Nachfrage. Bis Donnerstagmittag gab es nur in einem einzigen Fall Probleme: Eine Person war nicht zu Hause anzutreffen.

In Buchen waren die beiden Mitarbeiterinnen des Gemeindevollzugsdienstes am Donnerstagnachmittag noch nicht ganz fertig, aber es zeichnete sich ein überwiegend gutes Ergebnis ab. Ein regelrechter Verstoß wurde – Stand 14 Uhr – nirgends nachgewiesen.

Ein paar wenige abweichende Angaben müssen noch über das Gesundheitsamt verifiziert werden, teilte die Stadtverwaltung mit. Grundsätzlich seien „mindestens 97 Prozent“ sehr freundlich und hätten einen enormen Redebedarf, berichteten die beiden Damen vom Gemeindevollzugsdienst. „Endlich klingelt mal jemand“, hieß es mehrfach.