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Kreismitgliederversammlung - Neckar-Odenwald-Grüne zogen Bilanz

Ernüchterung und Zuversicht

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Neckar-Odenwald-Kreis. Auf zwei überwiegend erfolgreiche Amtsjahre blickten die beiden Grünen-Kreisvorsitzenden Amelie Pfeiffer und Andreas Klaffke bei der jüngsten Kreismitgliederversammlung der Neckar-Odenwald-Grünen in Heidersbach zurück – und dass die teilnehmenden Mitglieder diese Einschätzung teilten, demonstrierte das Wahlergebnis bei der turnusgemäßen Neuwahl des Kreisvorstands: Das Spitzenduo wurde dabei einstimmig für zwei weitere Jahre gewählt.

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Zu Beginn des Mitgliedertreffens gedachte die Versammlung der im Mai verstorbenen Grünen-Pionierin Gabi Metzger mit einer Schweigeminute, bevor die Nachbetrachtung der Bundestagswahl und Koalitionsverhandlungen im Mittelpunkt der Diskussion standen, von denen Franziska Brantner per Video-Schalte einen stimmungsvollen Einblick lieferte.

Personell verankert

Zuvor hatte Klaffke den Rechenschaftsbericht der Geschäftsführenden Kreisvorstands vorgetragen, der als Höhepunkte den Wahlerfolg bei der Landtagswahl im März und den Mitgliederzuwachs auswies. Endlich sei man in den Mitgliederzahlen dreistellig und habe gerade in der Stadt und im Altkreis Buchen sich auch personell verankert.

Amelie Pfeiffer schilderte die Arbeit im 13-köpfigen Gesamtvorstand als sachkompetent und stets konstruktiv, wobei die rein ehrenamtliche Arbeit immer wieder an Grenzen komme und eine Anstellung eines Kreisgeschäftsführers ein wichtiger Wunsch für die nahe Zukunft sei. Auf dem eingeschlagen Weg wolle man fortfahren und zugleich eine Professionalisierung anstreben, da man als Vertreter einer Regierungspartei deutlich vermehrt angefragt werde.

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Ambivalente Betrachtungen und Empfindungen prägten die Diskussion der Bundestagswahl. Mit gut elf Prozent der Wahlstimmen hatte man ein nahezu identisches Ergebnis bei Erst- und Zweitstimmen erzielt, somit ein Rekordergebnis bei einer Bundestagswahl eingefahren und damit zur Regierungsperspektive beigetragen – gleichzeitig aber die höher gesteckten Ziele nicht erreicht und insbesondere durch das ernüchternde Landesergebnis Charlotte Schneidewind-Hartnagel als Wahlkreisabgeordnete verloren.

Dass dieser Verlust schwer wiege, wurde in verschiedener Hinsicht betont, habe man sich doch durch die Repräsentanz in einer Regierungsfraktion wichtige Unterstützung für die Region versprochen. Das werde nun, insbesondere ohne Abgeordnetenbüro, wieder deutlich aufwendiger. Optimistisch wertete man hingegen die Betreuung durch MdL Erwin Köhler (Eppingen), der Kenner des ländlichen Raumes sei und agil und aktiv Anliegen aus dem Landkreis unterstütze.

Nach der Entlastung des Vorstands erfolgten unter Leitung von Dorothee Roos die Neuwahlen. Nachdem Anna Leischner (Haßmersheim) sowie Dr. Uwe Graser und Hans-Detlef Ott (Aglasterhausen), die nicht erneut kandidierten, für ihre Arbeit gedankt worden war, wurden zunächst Amelie Pfeiffer, Andreas Klaffke und Kreisschatzmeister Boris Cotar einstimmig im Amt bestätigt.

Als Beisitzende neu gewählt wurden dann: Andrea Schulz (Walldürn), Franziska Wachter (Seckach), Lena-Marie Dold (Elztal), Maren Fütterer (Mosbach) und Maria Perktold-Heinrich (Obrigheim) sowie Klaus Brauch-Dylla (Limbach), Arno Meuter (Aglasterhausen), Thomas Schaupp (Mosbach), Cem Eligül (Haßmersheim) und Horst Berger (Buchen).

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Im neuen Jahr wolle man die Aktivitäten vor Ort, in Gemeinderäten wie im Kreistag die grünen Themen voranbringen, mit Rückenwind aus Berlin und Stuttgart.

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