In Montereau Blaue Pille für; mehr Kinder

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Montereau. Mit Viagra gegen drohenden Bevölkerungsschwund: mit dieser Idee hat es Jean Debouzy, der Bürgermeister von Montereau in die Schlagzeilen geschafft. Bei der 600-Einwohner-Gemeinde handelt es sich aber trotz Namensgleichheit nicht um Walldürns Partnerstadt Montereau-Fault-Yonne.

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Er habe vorgeschlagen, in der Gemeinde die Potenzpille Viagra verteilen zu lassen, erklärte der Bürgermeister von Montereau, der Deutschen Presse-Agentur. Bürgermeister Debouzy gab bekannt, dass er die Bewohner des Dorfes mit der ungewöhnlichen Idee zur Produktion von mehr Kindern anregen wolle – denn Montereau und die Nachbargemeinde La Cour-Marigny im Département Loiret südlich der Hauptstadt Paris haben ein Nachwuchsproblem. Es gebe nicht genügend Kinder, um künftig alle Schulklassen zu füllen, so der Bürgermeister.

Deshalb erließ er Mitte Mai eine Gemeindeverordnung, die „die Verteilung von kleinen blauen Pillen“ an Paare zwischen 18 und 40 Jahren vorsieht. Er meine seine Idee durchaus ernst, betonte Debouzy. Ganz ohne Augenzwinkern kann er aber doch nicht darüber sprechen.

Wer für die Kosten für das Potenzmittel aufkommen und wie viel die Sondermaßnahme die kleine Gemeinde kosten könnte, werde man sehen, wenn das erste Paar nach einer Schachtel Viagra im Rathaus frage.