AdUnit Billboard
In den USA - Wegen Besitz von Kinderpornografie verurteilt

Behörde will Vorgehen prüfen

Von 
Ralf Marker
Lesedauer: 

Houston/Mosbach. Mit Interesse hat man bei der Staatsanwaltschaft Mosbach das Urteil in den USA gegen einen Mann aus dem Neckar-Odenwald-Kreis verfolgt. In Houston war am Freitag ein 53-Jähriger wegen Besitz von Kinderpornografie zu 55 Monaten Haft in einem amerikanischen Bundesgefängnis verurteilt worden.

AdUnit Mobile_Pos2
AdUnit Content_1

Auch in Deutschland gab es Ermittlungen: Die Mosbacher Staatsanwaltschaft ermittelt nach den Hinweisen aus den USA, sie hatte unter anderem die Privatwohnung des Angeklagten durchsuchen lassen. Dabei wurde einschlägiges Material gefunden und eine große Datenmenge an Beweismitteln sichergestellt.

Nach Sichtung des Materials stehe inzwischen auch der Verdacht des sexuellen Missbrauchs von Kindern im Raum. Es bestehe dringender Tatverdacht, dass der Beschuldigte sich selbst an Kindern vergriffen haben soll, sagte die Staatsanwaltschaft Mosbach damals gegenüber den FN. Dies zeigten auch Sequenzen auf sichergestellten Videos.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungsrichterin des Amtsgerichts Mosbach mit Datum vom 31. März einen nationalen Haftbefehl und mit Datum vom 7. April einen Europäischen Haftbefehl gegen den Beschuldigten erlassen. Wenn in den USA das Urteil gefallen ist, werden die deutschen Behörden prüfen, ob man ein Auslieferungsersuchen oder ein Vollstreckungsübernahmeersuchen an die USA richtet. Letzteres würde bedeuten, dass er seine Strafe in Deutschland verbüßen müsste.

AdUnit Mobile_Pos3
AdUnit Content_2

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Staatsanwaltschaft und Verteidigung in den USA haben die Möglichkeit, innerhalb einer bestimmten Frist Rechtsmittel einzulegen. Erst wenn diese Frist ohne Einspruch vorüber ist, ist das Urteil gültig und kann vollstreckt werden.

Zum weiteren Vorgehen der Mosbacher Behörde sagte Dr. Florian Kienle, Leitender Oberstaatsanwalt der Staatsanwaltschaft Mosbach, dass man abwarte, bis das Urteil rechtskräftig ist, „dann werden wir mit der gebotenen Gründlichkeit über das weitere Vorgehen entscheiden“.

Redaktion Stellvertretender Redaktionsleiter Buchen, zuständig für Walldürn.

AdUnit Footer_1
AdUnit Mobile_Footer_1