Flüchtlingshilfe - Förderprogramm soll lokale Bündnisse fördern / Große Resonanz aus den Kommunen Asylsuchende sollen einbezogen werden

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Neckar-Odenwald-Kreis. Die Bewerbung des Neckar-Odenwald-Kreises und des Diakonischen Werkes um das Förderprogramm "Gemeinsam in Vielfalt - Lokale Bündnisse für Flüchtlingshilfe" war erfolgreich. Unterstützt wird das Programm durch das Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren aus Mitteln des Landes. Das Förderprogramm soll bürgerschaftliche Initiativen der Flüchtlingshilfe fördern. Ziel ist es, alle relevanten Akteure der Flüchtlingshilfe in lokalen Bündnissen zusammenzubringen. Diese Vernetzung soll es den Beteiligten erleichtern, gemeinsame Projekte mit Flüchtlingen zu deren Integration in den Kommunen umzusetzen.

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"Wir freuen uns, dass unsere Bewerbung um Landesmittel erfolgreich war und wir danken Jeannette Bell vom Diakonischen Werk, die den Antrag im Vorfeld ausgearbeitet und formuliert hat", sagte Erster Landesbeamter Dr. Björn-Christian Kleih im Rahmen der Auftaktveranstaltung im Landratsamt Mosbach.

Im Kreis wolle man mit Hilfe der Landesmittel Begegnungsstätten an Gemeinschaftsunterkünften schaffen, die Flüchtlingen, der Nachbarschaft und interessierten Bürgern gleichermaßen offen stehen. Dabei sollen sich Planung und Umsetzung an den Bedürfnissen des Sozialraumes als Ganzes orientieren und einbeziehen, was aus dem Kreis der Flüchtlinge vorgetragen wird.

Jeannette Bell erläuterte die Ziele des Programmes sowie die Umsetzungskriterien für eine Förderung von Vor-Ort-Projekten, die durch bereits etablierte oder erst entstehende lokale Bündnisse durchgeführt werden sollen.

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Die lokalen Bündnisse sollen in einem zweiten Schritt auf Kreisebene vernetzt werden. Wichtige Mitglieder innerhalb der Vor-Ort-Bündnisse sind die Asylsuchenden, die in die Projektarbeit mit eingebunden werden sollen. Durch das partnerschaftliche Zusammenwirken von Asylsuchenden, Asylarbeitskreisen, politischen- und religiösen Gemeinden, Vereinen, Schulen und anderen zivilen Gruppen, Wirtschaftsvertretern, Sponsoren, den örtlichen Sozialarbeitern sowie den Hausverwaltungen in den Gemeinschaftsunterkünften soll ein Freigelände mit Ausstattung oder ein Raum der Begegnung entstehen. Wichtig ist, dass dieser Begegnungsort immer offen zugänglich ist und auch für die täglichen Belange einen Mehrwert bietet, beispielsweise durch das Angebot von thematischen Workshops.

Der Projektrahmen ist gesetzt durch das Fernziel der Arbeitsmarktintegration der Asylbewerber. Die Umsetzung des Projektes soll den Asylbewerbern Impulse für die Berufsorientierung geben. Darüber hinaus soll die Integration in die Arbeitswelt durch den Erwerb der deutschen Sprache und das Erlernte in Bezug auf die Zusammenarbeit zwischen Einheimischen und Neuzugezogenen erleichtert werden.

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Für die Umsetzung der Projekte vor Ort stehen Finanzmittel in Höhe von 15 000 Euro zur Verfügung. Diese sollen als Anschubfinanzierung dienen, auf weitere Unterstützer ist man angewiesen. Die Verteilung der Gelder wird in einem überregionalen Gremium auf Kreisebene, das sich aus Mitgliedern der lokalen Vor-Ort-Bündnisse zusammensetzt, erfolgen. All diese Aspekte sollen nun in die Tat umgesetzt werden. Zunächst gilt es, die lokalen Bündnisse an den Standorten zu bilden und Projektideen zu entwickeln. Nach der Sichtung der Anträge und der Auswahl der geförderten Projekte kann die Umsetzung beginnen.