Landtagswahl - Amelie Pfeiffer im Gespräch mit dem Hausärzteverband Arbeit auf dem Land attraktiver machen

Lesedauer: 

Neckar-Odenwald-Kreis. Die Grünen-Landtagskandidatin Amelie Pfeiffer hat sich am vergangenen Mittwoch mit der Geschäftsführerin des Hausärzteverbandes Baden-Württemberg, Inga Junge, zu einem Online-Gespräch getroffen.

AdUnit urban-intext1

Mit dabei waren auch die Hausärztinnen Marianne Difflipp-Eppele und Susanne Fischer, die Bezirksvorsitzende beziehungsweise Delegierte des Verbands für die Region Nordbaden sind. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie eine flächendeckende ärztliche Versorgung auch auf dem Land sichergestellt werden kann. In diesem Zusammenhang stellten die Ärztinnen zehn Forderungen des Hausärzteverbands zur Landtagswahl vor.

Mehr Zeit für Familienleben

Mehr als ein Drittel der praktizierenden Hausärzte in Baden-Württemberg ist älter als 60 Jahre. Schon länger übersteigt die Zahl der ausscheidenden Hausärzte die derjenigen, die sich neu niederlassen. Hinzu kommt, dass junge Ärzte oft anders arbeiten wollen als ihre älteren Kollegen. Sie wünschen sich mehr Zeit für das Familienleben sowie stärker interdisziplinär im Team zu arbeiten.

Regionale Praxis-Modelle

Um die hausarztzentrierte Versorgung im Land fortzuführen und auszubauen, tritt der Hausärzteverband vor allem für vier Punkte ein: den Abbau von Bürokratie im Praxisalltag, das weitere Vorantreiben der Digitalisierung, die Förderung von Studienangeboten und das Ausprobieren alternativer regionaler Praxis-Modelle.

AdUnit urban-intext2

Landtagskandidatin Pfeiffer sah diesbezüglich Baden-Württemberg auf einem guten Weg. Sie wies auf die Förderung multiprofessioneller Gesundheits- und Versorgungszentren hin, mit denen neue Modelle medizinischer Versorgung auf dem Land erprobt werden.

„Die grün-geführte Landesregierung ist hier bundesweit Vorreiter. Pionierprojekte, die die Kooperation und sektorenübergreifende Vernetzung in den Vordergrund stellen, gibt es bereits, wie etwa das ‚PORT Gesundheitszentrum Schwäbische Alb‘. Ärzte, Therapeuten, Pflegefachkräfte, Hebammen und Sozialarbeiter arbeiten dort im Team eng zusammen und tauschen sich in interdisziplinären Fallkonferenzen aus“, so Pfeiffer. „Solche Modellvorhaben wollen wir stärker fördern und darauf hinwirken, die Hausarztpraxis auf dem Land für junge Ärzte attraktiver zu machen.“

AdUnit urban-intext3

150 neue Studienplätze, das Studienneigungsfach „Ländliche Hausarztmedizin“ und das Landärzteförderprogramm seien weitere Bausteine, um junge Mediziner als Hausärzte auf dem Land zu gewinnen, so Pfeiffer.