Jugendberufshelfer - Dieter Abendschein informierte über die Arbeit in der Kreisstadt und in Wertheim Zahlreiche Hilfen und ständige Anlaufstelle

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Die Jugendberufshelfer unterstützen auch junge Geflüchtete auf ihrem Weg in die Ausbildung, stellte Dieter Abendschein vom Kolping Bildungswerk fest. © dpa

Main-Tauber-Kreis. Die Jugendsozialarbeit an den Berufsschulzentren in Wertheim und Tauberbischofsheim stellte Dieter Abendschein, Geschäftsführer des Kolping Bildungswerks, den Mitgliedern des Jugendhilfeausschusses vor. Seit fast 30 Jahren nehmen diese Aufgabe in der Mitte und im Norden des Kreises das Kolping Bildungswerk und im südlichen Bad Mergentheim die Jugendhilfe Creglingen wahr.

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Zielgruppe seien neben Schülern aus dem Vorqualifizierungsjahr Arbeit und Beruf (VAB) und dem Berufseinstiegsjahr (BEJ) auch geflüchtete Jugendliche. Probleme dieser Gruppe seien der oft fehlende Schulabschluss, Lern- und Sprachschwierigkeiten sowie fehlende Schlüsselqualifikationen.

„Bei geflüchteten Jugendlichen ist zudem Mathematik oft ein Problem“, fügte Abendschein hinzu. Die Fähigkeiten entsprächen oft nicht dem von Beruflichen Schulen geforderten Standard.

Das Bildungswerk unterstützt die Jugendlichen durch verschiedene Maßnahmen, wie individuelle Einzelbetreuungsangebote, Vorbereitung und Begleitung von Praktika oder Stütz- und Förderunterricht. Neben dem Überblick über die Tätigkeitsfelder der Jugendsozialarbeit ging es auch um die Finanzierung dieses Angebots.

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Seit 2014 wird die Arbeit der Vereine neben Kreis- und Landzuschüssen zur Hälfte aus Mitteln des Europäischen Sozialfond (ESF) bezahlt. Die Finanzierung über den ESF soll 2020 auslaufen und auch das Landesförderungsprogramm soll laut Sozialdezernentin Elisabeth Krug enden, antwortete sie auf die Frage von Matthias Fenger, inwieweit die Zukunft der Jugendberufshilfe gesichert sei. „Wir müssen uns sicher Gedanken machen, wie wir die Jugendberufshilfe mittelfristig aufstellen“, so Krug. Im Moment sei aber noch eine komfortable Finanzierung gewährleistet.

Werner Fritz von der Jugendhilfe Creglingen merkte vor dem Hintergrund der unsicheren Förderung an, dass die Jugendberufshilfe dringend gebraucht werde. Deshalb müsse sich der Landkreis in Zukunft stärker finanziell engagieren. ck