BBT-Seniorenzentren - Zweiter Corona-Impftermin mit großer Resonanz beendet / Auch neu aufgenommene Bewohner sollten vor Ort geimpft werden Wunsch nach größtmöglicher Normalität wächst

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Gute Zusammenarbeit mit den Hausärzten vor Ort: Dr. Wolfgang Zöller impft einen Bewohner im Seniorenzentrum St. Barbara Grünsfeld. © BBT

Main-Tauber-Kreis/Hohenlohe. Mit Waldenburg hat das letzte der elf BBT-Seniorenzentren in der Region Tauberfranken-Hohenlohe am Sonntag die Zweitimpfung gegen das Corona-Virus erhalten.

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Viele Mitarbeitende und sogar knapp 81 Prozent aller Bewohner haben sich in den BBT-Einrichtungen impfen lassen. „Ich bin der festen Überzeugung, dass die Impfung uns langsam aber sicher den Weg aus der Pandemie ebnet“, erklärt Michael Mandt, Pflegedirektor der BBT-Seniorenzentren in der Region Tauberfranken-Hohenlohe. „Daher bin froh und glücklich, dass sich so viele Mitarbeitende und Bewohner haben impfen lassen, um sich, aber vor allem auch ihre Mitmenschen zu schützen.“

Aufwand war enorm

Sein Dank ging auch an die Mitarbeitenden in den Seniorenzentren, die die Impfung dort vorbereitet hatten. „Der organisatorische Aufwand im Vorfeld war enorm, und erst nach Vorliegen aller Unterlagen der impfwilligen Bewohnerinnen und Bewohner gab es einen Termin für die Impfung durch ein mobiles Impf-Team“, so Mandt. „Durch die gute interne Organisation sowie die bewährte Zusammenarbeit mit den Hausärzten in den Gemeinden vor Ort konnten wir für alle elf Senioreneinrichtungen von Grünsfeld bis Pfedelbach die Impfungen in kurzer Zeit durchführen.“ Auch die Zusammenarbeit mit den mobilen Impfteams habe gut funktioniert.

Von den knapp 130 Bewohnern in den drei BBT-Seniorenheimen im Main-Tauber-Kreis (Haus Heimberg Tauberbischofsheim, St. Barbara Grünsfeld und St. Hannah Distelhausen) haben sich rund 90 Prozent impfen lassen, dazu rund zwei Drittel der Mitarbeitenden. Die Impfbeteiligung unter den Senioren wäre sogar noch höher gewesen, hätten nicht aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen oder kurz zuvor erfolgter Grippeschutzimpfung die Immunisierung ausgesetzt werden müssen. Auch neu aufgenommene Bewohner, die beim Termin für die Erstimpfung noch nicht im Seniorenzentrum gelebt haben, konnten nicht berücksichtigt werden. Das weitere Vorgehen mit eben diesen Betroffenen ist zurzeit noch unklar. Pflegedirektor Michael Mandt wünscht sich hier eine ähnlich unkomplizierte Regelung mit mobilen Impfteams.

Man bleibt vorsichtig

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„Auch die neu aufgenommen Bewohnerinnen und Bewohner sind – ebenso wie die krankheitsbedingt noch Ungeimpften – oft pflegebedürftig und nicht mobil. Eine Fahrt in ein Impfzentrum wäre für die meisten von ihnen eine zu hohe Hürde. Daher wünschen wir uns von den Behörden eine Regelung, damit die Senioreneinrichtungen bei Bedarf weitere Impftermine im Haus bekommen“, so Michael Mandt. Auch wenn die Impfung die Sorge vor Infektionen mit dem Corona-Virus deutlich mindert, bleiben die Verantwortlichen in den BBT-Seniorenzentren vorsichtig. „Natürlich erhalten wir zum Schutz aller Beteiligten vorerst alle Schutzmaßnahmen wie AHA-Regeln, Arbeiten mit FFP2-Masken, regelmäßige Schnelltests und Besucherbeschränkungen aufrecht, aber über lang oder kurz soll wieder größtmögliche Normalität im Alltag unserer Seniorinnen und Senioren einkehren, die seit Corona-Ausbruch auf so viele hausinternen Angebote verzichten und ihre wichtigen Sozialkontakte drastisch einschränken mussten.“ Daher wünsche man sich für die Seniorenzentren eine Perspektive, wie künftig mit den Corona-Einschränkungen weiter verfahren werden solle. BBT