Ideenwettbewerb „Gemeinsam Schaffen“ - Eingereichte Projekte sollen nachweislich unterstützt werden Vorurteile und Misstrauen abbauen

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Stuttgart/Main-Tauber-Kreis. Baden-Württemberg ist stark im Ehrenamt und steht für eine starke Gemeinschaft zwischen den Menschen. Dennoch wirken sich auch hier gesellschaftliche Entwicklungen wie der demografische Wandel erheblich auf das Zusammenleben vor Ort aus und gefährden den generationenübergreifenden Kontakt und den nachbarschaftlichen Austausch.

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Die Folge: Menschen entfremden sich oder vereinsamen, Vorurteile und Misstrauen wachsen. Vor diesem Hintergrund hat die Landesregierung Baden-Württemberg im März 2019 das ressortübergreifende Impulsprogramm: „Na klar, zusammen halt . . .“ beschlossen.

„Dieses möchte im Rahmen von acht Themenfeldern mutige und unkonventionelle, besonders niederschwellige Ansätze fördern, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt durch Austausch und Begegnung nachhaltig stärken und fördern“, so MdL Professor Dr. Wolfgang Reinhart anlässlich des Wettbewerbes.

Im Themenfeld „Orte des Zusammenhalts im Ländlichen Raum“ führt das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz den Ideenwettbewerb „Gemeinsam Schaffen“ durch, um innovative Projekte im Ländlichen Raum zu suchen, die auf kreative Weise eine gegenseitige Wertevermittlung sowie den Austausch zwischen unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen durch Begegnung und gemeinsame Aktivitäten erhalten und fördern. Darauf wies Wolfgang Reinhart besonders hin.

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Die durch SARS-CoV-2 ausgelöste Pandemie-Lage der vergangenen Monate habe auch das Zusammenleben in unseren Kommunen massiv beeinflusst und das gemeinsame Erleben erschwert. Sie hat auch dazu geführt, dass vor Ort neue Konzepte entstanden sind, die auf innovative Weise das Zusammenkommen und den Werteaustausch ermöglichen. Bei vielen dieser kreativen Ansätze scheint es lohnenswert, sie weiterzuverfolgen oder auf andere Bereiche zu übertragen. Auch solche Projekte sind daher zu einer Bewerbung aufgerufen, sofern sie sich einer der drei förderfähigen Kategorien zuordnen lassen, verdeutlichte Reinhart.

Der Ideenwettbewerb „Gemeinsam Schaffen“ richtet sich an juristische Personen der Zivilgesellschaft und Unternehmen. Zu den zivilgesellschaftlichen Organisationen gehörenl Vereine, lokale Agenda Gruppen, Kirchengemeinden, Träger der Sozialhilfe und Wohlfahrtspflege oder Stiftungen. Kooperationen sind möglich und wünschenswert. Die Teilnahme von natürlichen Personen ist nicht möglich.

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Die eingereichten Projekte sollen von der Kommune nachweislich ideell unterstützt werden, hierfür wird online ein Formblatt zur Verfügung gestellt. Kommunen selbst können keinen Antrag stellen, sich aber an Projekten von zivilgesellschaftlichen Organisationen vor Ort beteiligen.