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Nachruf - Handwerkskammer Heilbronn-Franken verliert eine prägende Persönlichkeit

Trauer um Ehrenpräsident Klaus Hackert

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Main-Tauber-Kreis. Die Handwerkskammer Heilbronn-Franken trauert um ihren Ehrenpräsidenten Klaus Hackert. Dieser ist am 13. Juni im Alter von 84 Jahren gestorben. Fast drei Jahrzehnte hatte Hackert das Handwerk in der Region, im Land und auf Bundesebene repräsentiert und entscheidend geprägt, betonen die Verantwortlichen der Handwerkskammer Heilbronn-Franken. Der Gas- und Wasserinstallateurmeister aus Heilbronn stand 27 Jahre lang als Präsident an deren Spitze.

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„Mit Klaus Hackert hat das Handwerk eine prägende Persönlichkeit verloren, die sich über Jahrzehnte unermüdlich und überaus erfolgreich für die Gesamtinteressen des Handwerks eingesetzt hat“, betont Ulrich Bopp, Präsident der Handwerkskammer Heilbronn-Franken. „Dafür sind wir ihm zu großem Dank verpflichtet“, ergänzt Hauptgeschäftsführer Ralf Schnörr.

Klaus Hackert, Ehrenpräsident der Handwerkskammer Heilbronn-Franken, ist im Alter von 84 Jahren gestorben. © Handwerkskammer Heilbronn-Franken

Klaus Hackert lernte sein Handwerk als Flaschner und Installateur von 1952 bis 1955 im elterlichen Betrieb. Nach dem Erwerb des Meisterbriefs 1960 stieg er in das Unternehmen ein.

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Ab 1973 war er Kommanditist und Geschäftsführer der Firma Hackert GmbH & Co. Sanitärinstallation und Flaschnerei in Heilbronn.

Viele Ehrenämter ausgeübt

Seine ehrenamtliche Tätigkeit im Handwerk begann 1969, als er mit 31 Jahren zum Obermeister der Innung Sanitär-Heizung-Klima Heilbronn gewählt wurde. In den kommenden Jahren übernahm er zahlreiche weitere Ehrenämter auf allen Ebenen der Handwerksorganisation.

1974 wurde Klaus Hackert in die Vollversammlung der Handwerkskammer Heilbronn-Franken gewählt. Drei Jahre später erfolgte seine Wahl zum Präsidenten. Mit 39 Jahren war er damals der jüngste Präsident Deutschlands. Als er seine 27-jährige Amtszeit 2004 beendete, war er der dienstälteste Präsident und wurde für sein langjähriges Engagement und seine zahlreichen Verdienste zum Ehrenpräsidenten ernannt.

Doch Hackerts Engagement für das Handwerk endete nicht an den Grenzen der Region. Zwischen 1995 und 2005 stand er auch als Präsident dem Baden-Württembergischen Handwerkstag vor. Nach seinem Ausscheiden wurde er bei der Landeshandwerksorganisation ebenfalls zum Ehrenpräsidenten ernannt.

1994 führte ihn sein Weg nach Berlin zum Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH), wo er sich bis 2004 als Mitglied des Vorstands des Deutschen Handwerkskammertags (DHKT) sowie im Präsidium des ZDH einsetzte. 1996 wurde er Vizepräsident des ZDH – ein Amt, das Hackert acht Jahre lang ausfüllte.

Darüber hinaus engagierte er sich auf politischer Ebene. In seiner Heimatstadt Heilbronn war er langjähriges Mitglied im Gemeinderat.

Die Liste der Ehrungen, die sich Klaus Hackert mit seinem Engagement verdiente, ist lang. Von der Handwerkskammer Heilbronn-Franken erhielt er unter anderem 2003 den Goldenen Ehrenring. Fünf Jahre später wurde er mit dem Ehrenring der Stadt Heilbronn ausgezeichnet.

Das Land Baden-Württemberg würdigte seine Verdienste 1998 mit der Staufer-Medaille in Gold sowie 2001 mit der Wirtschaftsmedaille. Der Zentralverband des Deutschen Handwerks verlieh Hackert 1987 das Handwerkszeichen in Gold. Außerdem erhielt er 2005 das Große Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. In seiner Person verbinde sich Tradition und Fortschritt, unternehmerische Tatkraft und zugleich ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein für das Gemeinwesen, betonte der damalige Ministerpräsident Baden-Württembergs Günther Oettinger bei der Verleihung.

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