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Hier hat der Leser das Wort - Zu „Lösungen sind gefragt“ (FN, 31. August) Tempolimit führt zu weniger Emissionen

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Der frühere Geschäftsführer der FN, Michael Grethe, behauptet in seinem Leserbrief mit Bezugnahme auf das Wahlprogramm der Grünen unter anderem, dass diese unsere guten Ackerböden mit Photovoltaikanlagen (PV) zupflastern möchten. Bevor solche Stimmungsmache geäußert wird, sollte man das Wahlprogramm auch wirklich lesen. Hier steht nämlich: neben Autobahnen und Schienen, auf versiegelten Flächen wie Parkplätzen und Brachen und auf Konversions- oder Bergbauflächen, und nicht auf wertvollem Ackerland.

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Dass er das Thema Tempolimit auf Autobahnen, das es außer in Deutschland fast auf der ganzen zivilisierten Welt gibt, als Aktionismus bezeichnet, verwundert den treuen FN-Leser nicht, hat er doch in seiner aktiven Zeit bei der FN samstäglich auf der FN-Autoseite die kraftvollen PS-Boliden und SUVs immer wieder verherrlicht.

Dass ein Tempolimit von 130 Stundenkilometern auf Autobahnen zu weniger Emissionen und vor allem auch zu weniger Verkehrsopfern führen wird, wird selbst in Deutschland zwischenzeitlich von einer Mehrheit der Bevölkerung so gesehen. Und mitnichten wollen die Grünen das Auto im ländlichen Raum abschaffen oder so verteuern, dass es sich niemand mehr leisten kann. Aber die Mobilität muss künftig weiter gedacht werden, und es gilt, die Alternativangebote attraktiv zu machen.

Dass unser Lebenswandel so nicht ungebremst weitergehen kann, ist wohl zwischenzeitlich auch Konsens bei der Mehrheit. Das zeigen ja alle möglichen Umfragen zum Thema Klimawandel. Aber sobald nur jemand das Unwort Verzicht oder Verteuerung von klimaschädlichem Verhalten in den Mund nimmt, wird er verteufelt. Das gleiche gilt übrigens auch beim Thema Fleischkonsum und Massentierhaltung.

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Dass es aufgrund des CO2-Preises zu Erhöhungen kommen wird, hat übrigens auch die „Groko“ schon längst beschlossen. Und ausschließlich mit technischen oder marktwirtschaftlichen Lösungen ist eine deutliche CO2-Reduzierung meines Erachtens, wie es CDU, SPD und FDP fordern, nicht zu erreichen.

Die Politik muss Rahmenbedingungen setzen. Und dazu gehören nun mal auch Gebote oder Verbote. Wie sonst könnte eine Gesellschaft wie die unsere ohne Gesetze und Richtlinien zum Wohl der Gesellschaft auch funktionieren.

Und vielleicht sollten wir auch mal darüber nachdenken, ob weniger nicht auch mal mehr ist und Lebensqualität doch auch mehr ist, als kaufen, kaufen, kaufen oder in jeder freien Minute mit dem Pkw irgendwo hinfahren zu müssen.

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