Waldwirtschaft - Ergebnis der Wertholzsubmission für Waldbesitzer sehr zufriedenstellend Taubertäler Eiche weiter auf Höhenflug

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Teuerster Stamm und damit "Submissionsbraut" war eine Furniereiche aus dem Privatwald Freudenberg mit 1769 Euro je Festmeter. Mit 2,12 Festmeter brachte die Eiche ihrem Eigentümer 3750 Euro.

© Landratsamt Main-Tauber-Kreis

Main-Tauber-Kreis. Bei der traditionellen Taubertäler Wertholz-Submission am vergangenen Montag, wurden auf den Lagerplätzen Nassig (Stadt Wertheim), Roggenberg (Stadt Bad Mergentheim), Bergwald (Gemeinde Wittighausen) und Nonnenwald (Stadt Schrozberg) insgesamt 2615 Kubikmeter (= Festmeter) Wertholz angeboten.

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Das Forstamt veranstaltet für Interessierte am Samstag, 27. Februar, um 9 Uhr ab dem Parkplatz im Bergwald zwischen Wittighausen und Vilchband einen Informationsrundgang, ebenso für den Lagerplatz Rog-genberg am Sonntag, 28. Februar, ab 14 Uhr. Hier ist der Treffpunkt der Parkplatz "Spessartblick" an der B 290 Kaiserstraße.

Die angebotenen Stämme kommen aus allen Waldbesitzarten, also aus Staats-, Gemeinde- und Privatwald. Strukturbedingt stammt das größte Angebot aus den Gemeindewäldern. 85 Prozent entfielen auf Eiche (2214 Festmeter) und sieben Prozent auf Buntlaubholz (185 Festmeter). Nach den sehr guten Erfolgen in den Vorjahren wurden zentral auf dem Rog-genberg wieder Nadelwerthölzer (174 Festmeter Douglasie und 35 Festmeter Lärche (Kiefer) offeriert, die acht Prozent des Gesamtangebots ausmachten.

Die Gesamterlöse des Termins summieren sich auf rund 1,016 Millionen Euro über alle Baumarten. "Das Gesamtergebnis des Wertholztermins 2016 war für die Waldbesitzer wie-derum sehr zufriedenstellend. Das ohnehin schon hohe Niveau der Vorjahre konnte nochmals übertroffen werden", fasst Jürgen Weihmann, Leiter des Forstamtes beim Landratsamt Main-Tauber-Kreis, zusammen. Teuerster Stamm, die "Submissionsbraut", war eine Furniereiche aus dem Privatwald Freudenberg mit 1769 Euro je Festmeter.

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Der Durchschnittserlös der Eichen stieg von 381 Euro je Festmeter im Vorjahr auf 423 Euro je Festmeter bei vergleichbarer Güte- und Stärkenklassenverteilung. Lose der Güteklasse A verbesserten sich von 373 Euro auf 678 Euro je Festmeter. Reine Güte B-Lose erzielten 420 Euro je Festmeter (Vorjahr 320 Euro). B-C-Mischlose steigerten sich von 252 Euro auf heuer 268 Euro je Festmeter, und reine Güte C-Lose wurden nach 173 Euro im letzten Jahr mit 200 Euro je Festmeter bezahlt.

Alle Eichenstämnme wurden beboten, lediglich zwei Lose wurden wegen zu geringer Gebote nicht zugeschlagen.

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Bei dem deutlich reduzierten Angebot von Buntlaubhölzern bestätigt sich der Trend der Vor-jahr hin zum sehr qualitätsbewussten Bieter. Für geringe Ahorne und Kirschen wurden nur zweistellige und niedrige dreistellige Beträge geboten, Roteichen und Wildbirnen blieben zum Teil ohne Gebot bzw. wurden nicht zugeschlagen. Bessere stärkere Eschen (B-Qualität) hielten mit circa 170 Euro je Festmeter das Niveau des Vorjahres. Wegen der geringen Ge-samtmenge sind keine aussagefähigen Interpretationen möglich. Die mitsubmittierten aus-gewählten Douglasien-Werthölzer (174 Festmeter) lagen mit 208 Euro auf Vorjahresniveau (204 Euro je Festmeter).

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Die weit überregionale Bedeutung der Taubertäler Submission wird von der hohen Zahl der 42 erfolgreichen Bieter unterstrichen, davon 37 aus der Bundesrepublik, vier aus Frankreich und einer aus Österreich.

Der Käuferkreis entsprach dem der Vorjahre mit sechs Furnierwerken, 20 Sägewerken, sechs Händlern und zehn Handwerkern.

Die vier französischen Kunden kauften ausschließlich für die Fassdaubenproduktion, konkret für Barriquefässer. lra